Menü

Gewinne und Verluste: British Telecom in der Umstrukturierung

vorlesen Drucken Kommentare lesen 2 Beiträge

Im dritten Quartal konnte British Telecom (BT) den Gewinn steigern, aber auf den gesamten bisherigen Zeitraum des bis 31. März laufenden Geschäftsjahres gerechnet, hatte das Unternehmen einen empfindlichen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Mit einer Steigerung von 651 Millionen britischen Pfund auf 760 Millionen britische Pfund (2,4 Milliarden Mark) lag das Wachstum beim Vorsteuergewinn im dritten Quartal höher, als das Wachstum beim Erlös aus dem operativen Geschäft. Dieser stieg von 832 Millionen auf nun 836 Millionen britsche Pfund gestiegen. Der Umsatz lag mit 5,253 Milliarden britischen Pfund über den 4,74 Milliarden im Vergleichszeitraum, teilte das Unternehmen am heutigen Donnerstag in London mit.

Im laufenden Geschäftsjahr ist der gesamte Umsatz bisher um 7,4 Prozent auf 15 Milliarden britische Pfund gestiegen, aber die Vorsteuergewinne sanken in der Summe auf 1,79 Milliarden gegenüber 2,31 Milliarden britsche Pfund im Vorjahr. Die Nettoschulden des britischen Telekommunikationskonzerns lagen Ende Dezember bei rund 19 Milliarden und werden bis Ende März eine Höhe von ungefähr 30 Milliarden britischen Pfund erreicht haben.

Seit seiner Privatisierung 1984 steckt BT in seiner größten Umstrukturierungsphase und hatte in den zurückliegenden Monaten zudem unter Zinsen zu leiden, die durch den Kauf der UMTS-Lizenzen anfielen. Zudem habe sich die wachsende Konkurrenz durch Billigtarife beim Festnetz-Telefonieren bemerkbar gemacht, erläuterte die Firmenleitung die Bilanz. Internet und Mobilfunk seien dagegen weiterhin Wachstumsfelder.

Der Börsengang der Mobilfunk-Tochterfirma BT Wireless ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Yell, die Tochter mit den Gelben Seiten, wird bereits im ersten Quartal von British Telecom abgekoppelt: Wie BT mitteilt, sollen zunächst 90 Prozent der Yell-Anteile an die BT-Aktionäre verteilt, die übrigen zehn Prozent erst später verkauft werden. Gleichzeitig werde sich das Unternehmen die Option eines Börsengangs offen halten, hieß es von der Firmenführung. Mit den Erlösen von voraussichtlich einer Milliarde britischen Pfund soll der Schuldenstand des Unternehmens gesenkt werden. Ein Restrukturierungsplan zielt insgesamt auf eine Verringerung der Nettoverluste um 10 bis 20 Milliarden Pfund bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres. (Götz Konrad) /