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Gezielte Denial-of-Service-Attacke gegen heise online [Update]

Das Webangebot heise online wurde seit Montag durch mehrere Wellen mit so genannten Denial-of-Service-Attacken unbekannten Ursprungs zeitweise lahm gelegt. Der Heise Zeitschriften Verlag wird Strafanzeige stellen und setzt eine Belohnung von 10.000 Euro aus für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Bisher sind vier Angriffe auf das meistbesuchte deutschsprachige IT-Nachrichten-Angebot im Internet zu verzeichnen. Dabei wurden so viele Anfragen an den Server gerichtet, dass sie zu einem Totalausfall von über fünf Stunden geführt haben.

Der erste Angriff erfolgte gestern (Montag) gegen 10 Uhr und sorgte für eine Überlastung eines Load Balancers, der sämtliche Aufrufe von www.heise.de auf rund 25 einzelne Web-Server unter Linux und eine Solaris-Maschine verteilt, die zusammen das Online-Angebot des Heise Zeitschriften Verlags bilden.

Fällt der Load Balancer aus, ist heise online nicht mehr erreichbar. Normalerweise hat diese Hardware genügend Reserven für den stärksten Besucherandrang. Gestern musste sie jedoch zweimal neu gestartet werden, und selbst ein Backup-System sowie das Aufrüsten mit zusätzlichem Speicher reichten nicht aus, um den Angriffen standzuhalten.

Zurzeit treibt der Angreifer ein Katz- und Mausspiel mit den Technikern des Verlags. Kurze Zeit, nachdem heise online eine Änderung vornimmt, um die Web-Seite wieder erreichbar zu machen, reagiert der Angreifer und passt seine Attacken an die neue Situation an.

[Update]:
Seit Dienstag, 17 Uhr, ist heise online wieder vollständig erreichbar, ab etwa 19 Uhr wieder in der gewohnten Geschwindigkeit. Bis zum Mittwochmittag fanden keine weiteren Angriffe statt; es werden aber weiterhin Maßnahmen ergriffen, um möglichen weiteren Attacken begegnen zu können. Konkrete Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. (jk)

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