Menü

GfK dämpft Erwartungen in die Entwicklung des Konsumklimas

vorlesen Drucken Kommentare lesen 35 Beiträge

Obwohl sich die Stimmung der deutschen Verbraucher im März 2008 leicht gebessert hat, revidieren die Marktforscher der Nürnberger GfK ihre ursprüngliche Konsumprognose für das laufende Jahr von 1,5 auf nur noch 1 Prozent. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist die deutlicher als erwartet gestiegene Inflationsrate. Für Februar hatte das Statistische Bundesamt eine Teuerung (Verbraucherpreisindex) von 2,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres gemeldet. Sollte die Inflationsrate auf Jahressicht dauerhaft über 2 Prozent bleiben, so wird sich dies nach Einschätzung der GfK-Experten nachhaltig negativ auf den privaten Konsum auswirken.

Zur Verunsicherung der Verbraucher tragen nach wie vor die US-Hypothekenbankkrise, die damit verbundene Rezessionsgefahr und die unklaren Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur bei. Dennoch hat sich die Erwartung der privaten Verbraucher in die Konjunkturentwicklung wieder stabilisiert. Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Konsumklimastudie ermittelte die GfK im Februar einen Einbruch des Konjunkturerwartungsindexes um 14 Punkte – im März kletterte der Wert aber wieder leicht um 0,4 auf 15 Punkte. Zum Jahresauftakt lag der Index noch bei knapp 29 Punkten.

Trotz des insgesamt gedämpften Optimismus konnten die Marktforscher aber auch einige positive Indikatoren ausmachen: Die Einkommenserwartung der Verbraucher legt weiter zu. Erstmals seit über 6 Monaten lag der Index mit nun 1,5 Punkten wieder im positiven Bereich. Dafür dürften nach Einschätzung der GfK auch die aus Konsumentensicht erfolgreichen Tarifabschlüsse – beispielsweise in der Metallindustrie – der jüngeren Vergangenheit beigetragen haben. Im Zuge der gestiegenen Hoffnungen auf höhere Reallöhne nimmt im März auch die Anschaffungsneigung privater Verbraucher wieder zu. Der Index kletterte um fast 5 Prozent, liegt jedoch immer noch bei –10 Prozent auf sehr niedrigem Niveau – aber über dem Wert des Vorjahresmonats. Eine Trendwende sehen die GfK-Experten darin noch nicht und geben sich daher insgesamt weniger optimistisch für die Konjunkturentwicklung 2008. (map)