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Gigaset baut Arbeitsplätze ab

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Der Telefonhersteller Gigaset streicht 375 Jobs, die meisten davon am Standort Bocholt in Nordrhein-Westfalen. In Bocholt fallen rund 270 Stellen weg, 75 Arbeitsplätze sollen in München und 30 im Ausland abgebaut werden. Damit streicht Gigaset etwa jede fünfte Stelle im Konzern.

Der Abbau ist Teil eines Sparprogramms, mit dem der Hersteller von Schnurlostelefonen rund 30 Millionen Euro pro Jahr einsparen will. Zugleich sollen in Düsseldorf in einem neuen Produktzentrum 50 Jobs entstehen, die auch betroffenen Mitarbeitern angeboten werden sollen.

Mit den Maßnahmen reagiert Gigaset nach eigener Aussage auf sich "rasant ändernde Marktbedingungen und den Ergebnisrückgang im Kerngeschäft Schnurlostelefone". Mit drei neu zu schaffenden "Business Units" und Investitionen in die "neuen Wachstumsfelder Geschäftskunden und Heimvernetzung" will die Firma ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Gigaset hatte im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und das Sparprogramm bereits angekündigt; angesichts der Eurokrise hat Gigaset auch die Jahresprognose gesenkt.

Als Nachfolgegesellschaft der Beteiligungsfirma Arques Industries hatte sich Gigaset auf die Rolle des Telefongeräteproduzenten fokussiert. Dabei baute der Hersteller auf dem Kern der ehemaligen Telefongerätesparte von Siemens auf, die Arques 2008 mehrheitlich von dem Großkonzern übernommen hatte. (jk)