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Gigaset will ins Smartphone-Geschäft einsteigen

Die ehemalige Siemens-Festnetzsparte, bekannt durch ihre Schnurlos-Telefone, lässt in China bereits Smartphones entwickeln und produzieren. Sie sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Gigaset will ins Smartphone-Geschäft einsteigen

Das Dune, eines der neuesten Schnurlos-Telefone fürs Festnetz von Gigaset.

(Bild: Giagset)

Die ehemalige Siemens-Festnetzsparte Gigaset wird als erster deutscher Hersteller in das Smartphone-Geschäft einsteigen. "Wir werden noch in diesem Jahr unsere ersten Smartphones auf den Markt bringen", sagte Gigaset-Chef Charles Fränkl im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

"Letztes Jahr wurden weltweit etwa 60 Millionen neue Schnurlostelefone verkauft. Wir liefern davon immerhin gut ein Drittel aus. Zur gleichen Zeit wurden aber mehr als eine Milliarde Smartphones vertrieben. Das ist der große Unterschied", meinte Fränkl. Im Gegensatz zu anderen Herstellern würden die Geräte von Gigaset in ein bestehendes Syswtem eingebettet sein: "Man kann also die Festnetztelefonanlage damit steuern oder das 'vernetzte Zuhause'". Nähere Angaben zu Technik, Design und Preis der neuen Smartphones machte der Gigaset-Chef nicht. Für IP-Telefone zum Einsatz in Unternehmen nutzt Gigaset aber beispielsweise bereits Android als Betriebssystem.

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Hergestellt und entwickelt werden die Geräte zum Großteil in einem Gemeinschaftsunternehmen in China. Partner dabei ist der neue Gigaset-Haupteigentümer Pan Sutong aus Hongkong. Auf die Frage, ob Gigaset dann überhaupt noch mit seiner Produktion in Bocholt bleibe, sagte Fränkl der Zeitung: "Niemand kann in die Zukunft blicken, aber ich gehe davon aus." (jk)

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