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Giropay kommt für alle Banken

Bisher war die Nutzung von Giropay Onlineshoppern vorbehalten, deren Bank das Bezahlsystem unterstützte. Durch die PSD2 soll sich das bald ändern.

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(Bild: Giropay)

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Giropay soll ab dem vierten Quartal 2019 nahezu allen Bankkunden in Deutschland als Online-Bezahlmethode zur Verfügung stehen – vorausgesetzt, der Händler bietet Giropay in seinem Shop an. Auch bisher fehlende Kreditinstitute wie die Deutsche Bank oder die HypoVereinsbank würden angebunden, sodass es am Ende etwa 45 Millionen potenzielle Nutzer gebe.

Diese Erweiterung gibt die Giropay GmbH in einer Presseerklärung bekannt. Um möglichen Kunden der noch fehlenden Kreditinstitute Giropay anzubieten, nutzt das Unternehmen die Möglichkeit, als Zahlungsauslösedienst im Sinne der Zweiten Europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) zu operieren. Dafür nutzt es die dedizierten Schnittstellen, die die Banken ab 14. September für Zahlungskonten bereitstellen müssen. Bisher war Giropay auf die vertragliche Zusammenarbeit mit Kreditinstituten angewiesen. Zu den aktuellen Vertragspartnern zählen etwa 1500 Geldhäuser, die laut Giropay etwa 85 Prozent des Privatkundenmarktes in Deutschland abdecken. Dazu zählen beispielsweise die Sparkassen, die Genossenschaftsbanken, die DKB sowie Postbank und comdirect.

Giropay wurde 2006 als Konkurrenz zur Sofortüberweisung der damaligen Sofort AG von Teilen der Deutschen Kreditwirtschaft gegründet. Bei einer Zahlung leitet Giropay den Kunden in sein Onlinebanking weiter, wo er sich wie gewohnt einloggt und anschließend auf eine vorausgefüllte Überweisung geleitet wird. Diese bestätigt er wie gewohnt mit einer TAN oder einem anderen zweiten Faktor. Der Händler erhält anschließend eine Bestätigung, dass das Geld unterwegs ist, und kann die Ware versandfertig machen.

(mon)