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Gläubigerbanken wollen Sharp unter die Arme greifen

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Berichte über einen Kredit von umgerechnet zwei Milliarden Euro für Sharp haben die schwer gebeutelte Aktie des japanischen Elektronik-Herstellers am Donnerstag leicht steigen lassen. Sie legte in Tokio um 1,11 Prozent auf 182 Yen (1,84 Euro) zu. Die wichtigsten Gläubigerbanken von Sharp erwägen einen zusätzlichen Kredit von rund 200 Milliarden Yen (2,025 Milliarden Euro), hatte unter anderem die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Sharp kämpft mit fortlaufenden hohen Verlusten. Im nächsten Jahr werden hohe Schuldenrückzahlungen fällig.

Der niedrige Aktienkurs ist ein großes Problem für Sharp, weil dadurch der Einstieg des Apple-Auftragsfertigers Foxconn wackelt, der frisches Geld in das Unternehmen bringen sollte. Foxconn sollte nach ursprünglichen Konditionen noch 550 Yen (5,57 Euro) pro Aktie bezahlen, das ist nach dem Kurssturz der vergangenen Wochen nicht mehr realistisch. Sharp machen – wie auch anderen japanischen Konkurrenten – der schleppende Absatz von TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen.

Nach jüngsten Berichten prüft Sharp unter anderem, den Stellenabbau von 5000 auf 10 000 Mitarbeiter auszuweiten. Angeblich sieht sich Sharp auch nach anderen Investoren wie Kyocera und Toshiba um. (jk)