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Glasfaser-Verbreitung: Deutschland schafft die 1-Prozent-Hürde

Zusammen mit Polen und Kroatien wird Deutschland erstmals auf der Rangliste des FTTH-Council geführt. Das heißt: Immerhin schon ein Prozent der hiesigen Haushalte werden mit FTTH oder FTTB versorgt.

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Das Glasfaser-Entwicklungsland Deutschland hat es erstmals auf die europäische Rangliste des FTTH Council geschafft. Die Industrieorganisation hat sich der Weiterentwicklung der europäischen Glasfasernetze verschrieben und misst in regelmäßigen Abständen die Verbreitung von Glasfaseranschlüssen in Wohnung (FTTH) und Gebäude (FTTB). Dabei rangierte Deutschland bis zuletzt unter ferner liefen. In der jüngsten Erhebung von Ende September 2015 stehen die Deutschen nun mit gut einem Prozent der Haushalte an vorletzter Stelle.

Die Zahl der aktiven FTTB/H-Anschlüsse in Europa ist in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres um 19 Prozent auf fast 36 Millionen gestiegen, teilte das FTTH Council am Mittwoch auf der FTTH-Konferenz in Luxemburg mit. Insgesamt sind 127 Millionen Haushalte in Europa mit FTTB/H angebunden, das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die europäische Spitze bilden die Baltikum-Staaten Litauen und Lettland, bei denen jeweils über 35 Prozent der Haushalte und Gebäude direkt mit Glasfaser angeschlossen sind. Dritter im Bunde ist Schweden mit ebenfalls 35 Prozent der Haushalte, gefolgt von den Russen mit knapp 30 Prozent. In Russland gibt es dem FTTH Council zufolge 15 Millionen Glasfaseranschlüsse.

Deutschland hat erstmals die 1-Prozent-Hürde genommen und wird zusammen mit Kroatien und Polen neu auf der Liste geführt. Laut Zahlen der Bundesnetzagentur gab es Mitte 2015 in Deutschland rund 2 Millionen Glasfaseranschlüsse in Wohnungen und Gebäuden, von denen rund ein Fünftel aktiv genutzt wird. Der Behörde zufolge gehen in Deutschland 258.000 Kunden über FTTB und knapp 132.000 über FTTH ins Internet. (vbr)