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Glasfaser bei der Telekom: "Es geht nicht nur um FTTH"

Auf der IFA stellt die Telekom einen neuen Breitbandanschluss mit 1 GBit/s vor – für die Haushalte, die schon jetzt einen Glasfaseranschluss der Bonner haben. Andere müssen mit VDSL vorlieb nehmen – ist ja auch Glasfaser, meinen die Bonner.

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Glasfaser bei der Telekom: "Es geht nicht nur um FTTH"

Selbstbewusst: Niek Jan van Damme auf der IFA.

(Bild: heise online)

Telekom-Vorstand Niek Jan Damme ist stolz. "Wir betreiben das mit 455.000 Kilometern das größte Glasfasernetz des Landes", sagte der scheidende Deutschlandchef des Bonner Netzbetreibers am Freitag auf der IFA in Berlin. "Kein anderes Unternehmen hat so viel Glasfaserstrecke wie wir." Die Telekom hat demnach schon 8,2 Millionen "Glasfaserkunden" gewinnen können.

Auf diese stattliche Zahl kommt die Telekom aber nur, weil sie ihre VDSL-Kunden einrechnet. Die Glasfaser reicht hier bis zum Verteilerkasten an der Straße (FTTC), der Kunde selbst wird weiter über eine Kupferdoppelader angebunden, die sogenannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Auf der TAL kann die Telekom mit Vectoring-Technik über kurze Distanz Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s anbieten. Bei echten FTTH-Anschlüssen reicht die Glasfaser mindestens bis in Haus – und Deutschland hängt hier im europäischen Vergleich hinterher.

Doch "es geht nicht nur um FTTH", sagt van Damme. "Auch Vectoring ist Glasfaser." Der Telekom-Vorstand, der die Bonner Ende des Jahres verlässt, hält die Möglichkeiten auf der Kupferdoppelader für "noch nicht ausgeschöpft". Van Damme vergleicht den FTTH-Glasfaseranschluss mit einem schnellen Luxusauto, das sich nicht jeder leisten kann. VDSL soll in diesem Bild dann wohl so etwas die der Golf sein: das verlässliche und bezahlbare Massenprodukt.

Ungeachtet der Präferenz für Kupfer baut auch die Telekom echte Glasfaseranschlüsse. Dafür hat der Konzern auf der IFA einen neuen Tarif vorgestellt: Magenta Zuhause Giga. Für 120 Euro im Monat gibt es Internet mit 1000 MBit/s und 500 MBit/s im Upload sowie Telefon und EntertainTV Plus. Buchen können das bisher rund 700.000 Haushalte, sagt van Damme. Insgesamt zählt die Telekom rund 13 Millionen Breitbandanschlüsse.

Für die Telekom ist der neue Tarif auch ein Test, wie stark solche Bandbreiten bereits nachgefragt werden. "Der Markt ist noch kaum entwickelt", sagte van Damme. "Wir wollen schauen, wie sich das entwickelt, und Erfahrungen sammeln." (vbr)

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