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Glasfasernetz: Deutsche Bahn soll Partner in der Telko-Branche suchen

Die Glasfaser-Infrastruktur entlang ihres Streckennetzes will die Deutsche Bahn laut einem Bericht für Breitbandausbau anbieten und sucht Partner dafür.

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Telekom Glasfaser-Netz

(Bild: dpa, Julian Stratenschulte)

Die Deutsche Bahn verfügt über zehntausende Kilometer von Kabelschächten neben den Gleisen, in den auf weiten Teilen Glasfaserkabel verlegt sind. Dieses Netz will der Konzern nun offenbar für den Breitbandausbau in Deutschland anbieten, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Derzeit suche das Unternehmen nach einem geeigneten Partner in der Telekommunikationsbranche.

Bislang wird die Infrastruktur etwa zur Steuerung des eigenen Zugverkehrs genutzt. Treibende Kraft der Initiative ist laut dem Spiegelbericht Bahn-Digitalvorständin und Maschinenbauprofessorin Sabina Jeschke. Wie genau die Zusammenarbeit mit einem Telekommunikationspartner aussehen könnte, ist noch offen, eine Bitte um Stellungnahme an die Deutsche Bahn blieb bislang unbeantwortet. Unter anderem könnte die Bahninfrastruktur für den Aufbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes interessant sein, dessen Frequenzen Anfang 2019 versteigert werden sollen. Die Betreiber benötigen Glasfaseranbindungen für ihre 5G-Basisstationen. Die Deutsche Bahn soll bereits die Bank Morgan Stanley mit der Suche nach Geldgebern beauftragt haben.

Das Streckennetz der Deutschen Bahn AG umfasst eine Länge von insgesamt 33.500 km. Das Fernmeldenetz ist im Besitz der Tochterfirmen DB Systel und DB Netz, Dienstleistungen daran erbringt auch die Tochter DB Kommunikationstechnik. Bereits 2013 entschied die Bundesnetzagentur, dass die Deutsche Bahn interessierten Kabelnetzbetreibern für die Verlegung eines Glasfaserkabels ihre vorhandenen Kabelführungssystem, etwa Kabeltröge und Leerrohre, zur Verfügung stellen muss. Die DB Netz müsse dann Angebote dafür unterbreiten. (axk)

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