Glasfasernetze: Scheuer will Ausbau mit Kreditförderung unterstützen

Mit zwei neuen Kreditprogrammen will das Bundesverkehrsministerium den eigenwirtschaftlichen Ausbau von Glasfasernetzen ankurbeln.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 51 Beiträge

(Bild: heise online/vbr)

Von

Die Bundesregierung will mit neuen Förderprogrammen den Glasfaserausbau weiter unterstützen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) legt dafür zwei neue Kreditprogramme auf, die ab April für Glasfaserprojekte abgerufen werden können. Zielgruppe sind private und kommunale Unternehmen, die eigenwirtschaftlich in Glasfaserinfrastruktur investieren.

Der "Investitionskredit Digitale Infrastruktur" bietet laut BMVI zinsgünstige und langfristige Finanzierung für Glasfaserprojekte. Die Kredite gibt es bei Partnern der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie haben Laufzeiten von bis zu 30 Jahren bei bis zu 20 Jahren Zinsbindung; die Zinsen werden mit Fördermitteln subventioniert.

Auch "komplexere und individuelle Finanzierungsanforderungen" will das BMVI adressieren. Die KfW bietet dafür ein neues Förderprogramm mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen an: Beim "KfW-Konsortialkredit Digitale Infrastruktur" beteiligt sich die KfW an der Finanzierung von Vorhaben durch Bankenkonsortien; sie stellt direkte Kreditmittel zur Verfügung und übernimmt Kreditrisiken.

"Wir wollen bis 2025 flächendeckend Gigabitnetze in Deutschland", erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). "Dafür stärken wir den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch zwei neue KfW-Programme." Der Minister unterstreicht die zentrale Bedeutung der digitalen Infrastruktur für das Land, besonders in Zeiten einer Krise wie der aktuellen Coronavirus-Pandemie werde das deutlich: "Nie waren wir mehr auf leistungsfähige Netze angewiesen als heute."

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) begrüßte die Initiative des Ministeriums. "Wichtig ist nun, dass die Umsetzung der KfW-Programme schnell und unbürokratisch erfolgt, damit die ausbauwilligen Unternehmen so schnell wie möglich davon profitieren können", sagte Breko-Chef Stephan Albers. "Denn die Corona-Krise zeigt schon jetzt deutlich, wie wichtig eine leistungsstarke Glasfaserinfrastruktur für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in Deutschland ist." (vbr)