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Globalfoundries-Chef gibt Arbeitsplatzgarantie für 2009

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Globalfoundries-Chef Doug Grose

(Bild: AMD)

Parallel zu Intels Festveranstaltung zum neuen Server-Prozessor Nehalem-EP feierte auch Konkurrent AMD in München -- oder genauer gesagt AMDs abgespaltene Tochter Globalfoundries. Sechs Wochen nach der offiziellen Gründung stellten sich der neue Globalfoundries-Chef Doug[las] Grose sowie der Chef der Werke in Dresden, James Doran, der deutschen Presse. Grose ist relativ neu bei AMD, er ist vor zwei Jahren von IBM zu AMD gewechselt. Demgegenüber ist James Doran, hierzulande ein guter alter Bekannter – er leitete die AMD-Werke auch schon früher bis zum Jahre 2001, als Hans Deppe dieses Amt übernahm.

Und während in Dresden direkt in der Nachbarschaft der ehemaligen AMD-Fabriken 36 und 30/38 – nun neu als Fab 1 Module 1 und Module 2 von Globalfoundries duchnummeriert – bei den Qimonda-Werken das Licht ausgeht, kann Globalfoundries dank arabischer Kapitalspritze erstmal munter weitermachen. Grose gab dann auch eine Garantieerklärung für die verbliebenen 2400 Arbeitsplätze zumindest für dieses Jahr ab. Allerdings, betonte Grose, beobachte man die Entwicklung angesichts der angespannten Konjunkturlage sehr genau. Derzeit sind in Dresden viele Mitarbeiter in Kurzarbeit. Was aus dem gemeinsam mit Qimonda und Toppan betriebenen Maskenwerk wird, ist noch unklar. "Wir würden gern weiter ein Maskenwerk um die Ecke haben", betonte Grose.

Modul 1 fertigt derzeit in 45-nm-SOI-Technik, Modul 2 soll im Laufe des Jahres mit der Produktion von 32-nm-Bulk-Chips beginnen. Die gesamte Waferproduktion der Fab 1 will man in den nächsten zwei Jahren bis auf 50.000 pro Monat ankurbeln. Wie es dann in Dresden längerfristig weitergeht, ist unklar. Noch in diesem Jahr soll der Grundstein für die neue Fab 2 im Bundesstaat New York gelegt werden, für das die Investoren aus Abu Dhabi bis zu 6 Milliarden Dollar bereitstellen. Das Werk soll im Jahr 2012 den Betrieb aufnehmen.

Zunächst sei AMD der einzige Kunde von Globalfoundries, doch es sei geplant, spätestens ab 2010 weitere Kunden hinzuzugewinnen. Erfolgversprechende Gespräche liefen schon, aber es gebe noch Irritationen durch den Rechtsstreit mit Intel – ein "Ablenkungsmanöver", sagt Grose. Allgemein nimmt man an, dass es Intel bei dem Streit gar nicht so sehr um die AMD-Aufspaltung und die Lizenzen für Globalfoundries geht – in dem nur partiell bekannten Patentaustauschabkommen aus dem Jahre 2001 betreffen spezielle Passagen das Thema Lizenzübertragung auf Tochtergesellschaften oder Dritte –, sondern eher um einen Hebel für ein gütliche Einigung in den laufenden Prozessen, die AMD gegen Intel wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung angestrengt hat. (as)