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Globalfoundries Dresden unter neuer Führung

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Das kalifornische Unternehmen Globalfoundries hat für seine Fab 1 am Standort Dresden (die ehemalige AMD-Chipfertigung) einen neuen Geschäftsführer bestellt: Rutger Wijburg kommt vom niederländischen Chiphersteller NXP. Der 49-jährige Niederländer hat nach Firmenangaben zwanzig Jahre Berufserfahrung in der Halbleiterbranche und schon mehrere Fabs in Europa, Asien und den USA geführt.

Wijburg folgt auf Elke Eckstein, die Globalfoundries Ende Juli nach nur sieben Monaten wieder verlassen hatte. Eckstein hatte schon von 2006 bis 2008 Führungsaufgaben bei AMD Dresden inne. Ecksteins Vorgänger Udo
Nothelfer hatte im Herbst 2010 die Geschäftsführung niedergelegt.

Die Fab 1 ist das einzige Globalfoundries-Werk, das die jüngste 32-Nanometer-Generation der AMD-Prozessoren auf Silicon-on-Insulator-(SOI-)Wafern produzieren kann. Auch weltweit gibt es – außer bei IBM USA – nur wenige andere Fabs, die diese Technologie beherrschen.

Bei der Einführung der 32-nm-Prozessoren von AMD, also den Baureihen A (Llano) und FX (Zambezi/Bulldozer), hatte es erhebliche Verzögerungen gegeben. Nun wird darüber spekuliert, die Wechsel der Fab-1-Geschäftsführung könnten mit Schwierigkeiten bei der Implementierung der 32-nm-Technik zu tun haben.

Auch Globalfoundries-CEO Doug Grose war im Juni abgelöst worden, ebenso der COO. Interim-CEO von Globalfoundries ist zurzeit Ajit Manocha, der zuvor für Spansion tätig war. Spansion wiederum war aus einem Joint-Venture von AMD mit Fujitsu hervorgegangen. Manocha war früher auch selbst für NXP tätig gewesen.

Rutger Wijburg berichtet an den Chef der weltweiten 300-Millimeter-Wafer-Fabs von Globalfoundries, Kay Chai "KC" Ang, der mit der Übernahme des Auftragsfertigers Chartered zu Globalfoundries kam und auch die Fab 1 zwischenzeitlich leitete. In Dresden wird seit einiger Zeit kräftig investiert, um die Fertigungskapazität zu steigern. (ciw)