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Glühlampenausstieg: Herkömmliche Glühbirnen verschwinden

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Am 1. September tritt die vierte Stufe des Glühlampen-Ausstiegs der Europäischen Union in Kraft. Das bedeutet ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für alle althergebrachten Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt. Mit der Regelung, die damit für alle gängigen Standard-Glühbirnen gilt, soll erreicht werden, dass die Bürger auf Leuchtstoff- oder LED-Lampen umsteigen. Die äußerst stromfressenden herkömmlichen Lampen sollen vom Markt verschwinden.

Grund für den Ausstieg ist die schlechte Energiebilanz herkömmlicher Glühbirnen, wie auch das Umweltbundesamt erläutert. Während Energiesparlampen etwa 25 Prozent der Energie in Licht umwandeln, liegt dieser Wert für althergebracht Glühlampen bei lediglich rund 5 Prozent. Der Ausstieg besteht deswegen auch nicht aus einem Verbot, sondern es werden lediglich höhere Anforderungen an Effizienz und Tauglichkeit der Leuchtmittel gestellt. Da die herkömmlichen Glühlampen diese nicht erfüllen, werden sie verschwinden.

Abgeschlossen wird der Ausstieg 2016, wenn es dann die Halogenlampen mittlerer Effizienz treffen wird. Danach dürfen nur noch Lampen mit mindestens der Energieklasse B hergestellt und verkauft werden.

Überblick über den Ausstiegsfahrplan

(Bild: Umweltbundesamt)

Trotz des Ausstiegs kann man herkömmliche Glühbirnen aber weiterhin verwenden, nur können sie eben nicht mehr gekauft werden. Damit wird ein Umstieg aber unausweichlich, trotz der höheren Anschaffungskosten verspricht die Stiftung Warentest den Bürgern finanzielle Einsparungen. Zum Beispiel soll eine dreiköpfige Familie durch einen Umstieg auf Energiesparlampen jährlich rund 150 Euro sparen, Alleinwohnende ungefähr 60 Euro. Welche Sparlampen dafür am geeignetsten ist, hat die Stiftung Warentest untersucht.

Da die neuen Leuchtmittel giftiges Quecksilber enthalten, bedeutet der Umstieg aber auch eine neue Umweltproblematik, denn sie dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden. Nachdem die Anzahl der Rücknahmemöglichkeiten im vergangenen Jahr noch kritisiert worden war, gibt es mittlerweile mehr als 8000 Sammelstellen in der Bundesrepublik; auf einer eigenen Internetseite kann man danach suchen.

Dazu siehe auch:

(mho)