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GoPro ruft seine erste Drohne nach zwei Wochen zurück

GoPro sieht sich gezwungen, den ersten Quadrokopter aus eigener Entwicklung wieder zurückzurufen. Die Aktion ist ein herber Rückschlag für das Unternehmen, das zuletzt schlechte Geschäftszahlen präsentiert hatte.

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Drohne Karma

(Bild: GoPro)

Mit seiner ersten eigenen Drohne namens "Karma" wollte GoPro eigentlich seine zuletzt recht herben Verluste aus dem Geschäft mit Actioncams ausgleichen. Doch nun sieht sich das Unternehmen gezwungen, den Quadrokopter zurückzurufen. Als Grund gibt GoPro an, dass es bei dem Gerät in seltenen Fällen zu einer Unterbrechung der Stromzufuhr im laufenden Betrieb gekommen sei. Zurückgerufen werden laut US-Medienberichten 2500 verkaufte Exemplare – und damit die gesamte Produktion seit der Markteinführung Ende Oktober.

Offenbar ist GoPro aktuell nicht in der Lage, den Fehler bei den ausgelieferten Dronen zu beheben oder Ersatzgeräte zur Verfügung zu stellen. Die extra eingerichtete Website beschreibt lediglich, wie Geräte gegen volle Rückerstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden können. GoPro kündigt auf der Seite lediglich an, dass man mit dem Produkt auf den Markt zurückkehren werde, sowie das Problem behoben ist.

Der Rückruf dürfte das Unternehmen schwer treffen: Der Actionkamera-Spezialist GoPro hatte kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft ein sehr schwaches Quartal erlebt. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 240,6 Millionen US-Dollar (216,5 Millionen Euro). Es gab einen Verlust von 104 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 18,8 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Die Umsatzprognose für das gesamte Jahr wurden von 1,35 bis 1,5 Milliarden Dollar auf 1,25 bis 1,3 Milliarden Dollar reduziert.

Der Aktienkurs des Unternehmens, der nach der Bekanntgabe des miesen Quartalergebnisses stetig gesunken war, gab nach der Ankündigung des Rückrufs im nachbörslichen Handel noch einmal um knapp 9 Prozent nach. (nij)

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