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Göteborger Flughafen testet passive Personenscanner

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Auch in Göteborg müssen sich Fluggäste künftig nach dem Einchecken quasi nackt präsentieren. Laut einem schwedischen Technikmagazin wird der Flughafen ab dem Frühjahr 2006 so genannte Mikrowellen-Scanner in Zusammenarbeit mit diversen Herstellern erproben. Britische Sicherheitsbehörden haben ebenfalls Interesse an solchen Systemen angemeldet, die sie im kommenden Jahr in London testen wollen.

Die Geräte arbeiten rein passiv mit der allgegenwärtigen Strahlung im Millimeterbereich: Durch Auswertung der verschiedenen Reflexions- und Absorptionseigenschaften von Kleidung, Gegenständen und menschlichem Gewebe lassen sich Körperkonturen sichtbar machen. Das Bedienpersonal der neuen Maschinen sieht Passagiere als Nacktbild auf dem Monitor und soll so Messer oder andere von der Kleidung verdeckte Gegenstände erkennen können.

Diverse Testinstallationen von ebenfalls Körperkonturen abbildenden, aber aktiv mit niederenergetischer Röntgenstrahlung arbeitenden Backscattergeräten auf US-Flughäfen ergaben gemischte Reaktionen seitens der unfreiwilligen Aktmodelle. Während sich das Wohlbefinden bei vielen sehr in Grenzen hielt, zeigten sich andere wiederum erleichtert über den Wegfall der Abtastorgien des Sicherheitspersonals. Als Zugeständnis an die Privatsphäre arbeiten die neuen Geräte daher mit einem elektronischen Feigenblatt – sie stellen nach Herstellerangaben die Körperkonturen nur unscharf dar.

Siehe dazu auch: (mhe)

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