Google/AOL-Deal unter Dach und Fach

Google und AOL wollen eine weltweite Werbepartnerschaft bilden und AOL-Inhalte Google-Nutzern zugänglich machen, hieß es zur offiziellen Ankündigung der Google-Beteiligung an AOL.

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Der Suchmaschinenprimus Google steigt für eine Milliarde Dollar beim Online-Dienst und Portalbetreiber America Online (AOL) ein. Die endgültige Vereinbarung beider Firmen gaben die Unternehmen am Dienstag bekannt, nachdem das Vorhaben am Wochenende bereits bekannt geworden war. AOL, bisher eine hundertprozentige Tochter des weltgrößten Medienkonzerns Time Warner, steigert seinen Wert damit auf insgesamt 20 Milliarden Dollar. Wie es hieß, wollen beide Unternehmen eine weltweite Werbepartnerschaft bilden. Außerdem sollen künftig AOL-Inhalte auch Google-Nutzern zugänglich gemacht und die bisher nicht kompatiblen Messaging-Programme beider Unternehmen, der AOL Instant Messenger und Google Talk, aufeinander abgestimmt werden.

Time-Warner-Konzernchef Dick Parsons erklärte, man sei sehr erfreut, durch die Kooperatin mit Google die Stellung von AOL im schnell wachsenden Online-Werbemarkt stärken zu können. Nach Ansicht von Google-Chef Eric Schmidt können durch die Verbindung mit AOL Google-Nutzer künftig weltweit die Technik beider Unternehmen zu ihrem Vorteil nutzen und sich so eine Fülle neuer Inhalte erschließen.

AOL leidet seit langem unter starkem Kundenschwund im Internetzugangsgeschäft und will dies offensichtlich mit Hilfe der engen Google-Werbepartnerschaft durch höhere Online-Werbeeinnahmen ausgleichen.

Für Microsoft ist dies ein schwerer Schlag. Das Unternehmen hatte gehofft, AOL für die Verwendung seiner beim Onlinedienst MSN angesiedelten Internet-Suchmaschine abzuwerben. Damit bleibt Microsoft im Suchanzeigengeschäft weit abgeschlagen hinter Google und Yahoo die Nummer drei. (dpa) / (jk)