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Google Apps um kostenpflichtige Angebote erweitert

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Google erweitert die "Apps for Your Domain" um ein kostenpflichtiges Angebot. Für jährlich 38 Euro pro Account können Firmen zusätzlichen Speicherplatz nutzen und die Kommunikationsdienste über eine Schnittstelle in ihre Unternehmensstruktur integrieren. Diese Google Apps Premier Edition genannte Variante ergänzt die im August 2006 gestarteten kostenlosen Online-Dienste, die weiter bestehen bleiben, und Kalender, Webmail-Zugang, Instant Messaging und Voice-over-IP sowie eine kundenspezifische Homepage auf einer speziellen Domain enthalten.

Diese Gratisangebote ergänzt Google um die Online-Textverarbeitung und Web-Tabellenkalkulation, die Anwender schon seit Längerem unter Google Docs & Spreadsheets oder in deutschsprachiger Fassung bei Google Text & Tabellen kostenlos nutzen können. Sie bieten zwar nicht den kompletten Funktionsumfang ausgewachsener Office-Anwendungen, erlauben es aber unter anderem, Dokumente und Tabellen gemeinsam und auch gleichzeitig zu bearbeiten. Damit sich die Teammitarbeiter nicht in die Quere kommen, können Administratoren Zugriffsrechte und Beschränkungen steuern. Das jetzt ebenfalls integrierte Google Mail für Handys auf Blackberry erlaubt es Benutzern geeigneter Mobiltelefone, ihre Mails und auch den Kalender mit der Desktop-Version zu synchronisieren.

Die kostenpflichtigen Zusatzangebote der Premier Edition erweitern den Speicherplatz der Mailbox von 2,8 auf 10 Gigabyte pro Nutzer, was laut Google dem hundertfachen Platzbedarf in Firmen entspricht. Über eine Programmierschnittstelle (API) sollen Unternehmen die Dienste an ihre eigenen Strukturen anpassen und beispielsweise E-Mail-Gateways einrichten können. Für den Preis von jährlich 38 Euro pro Nutzer will Google eine 99,9-prozentige Verfügbarkeit der Mail garantieren und bei Nichteinhaltung den Kunden ein Guthaben gewähren. In Störungsfällen sollen sich Administratoren rund um die Uhr an den Support wenden können.

Mit diesem abgerundeten Online-Office will Google verstärkt in große Unternehmen vorstoßen, der Domäne, in der Microsoft am meisten Geld verdient. Neben den bisher 100.000 kleineren Firmen, die Google Apps bereits nutzen sollen, gehören laut Google Großunternehmen wie Procter & Gamble zu den ersten Kunden der Premier Edition. Durch dieses Zusatzangebot gerät Microsoft mit dem im November gestarteten eigenen Dienst Office Live immer mehr ins Hintertreffen, zumal er sich nur an Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen richtet und kaum mehr als E-Mail, Messenger und eine eigene Homepage bietet. (db)