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Google Assistant: Neue Stimmen und mehr Sozialkompetenz

Der digitale Assistent soll mit neuen Stimmen natürlicher klingen und im kleinen Rahmen auch eine abwechselnde Konversation erlauben.

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Google Assistant: Neue Stimmen und mehr Sozialkompetenz

(Bild: heise online)

Der digitale Assistent Google Assistant hat sich in den vergangen drei Jahren auf verschiedensten Geräten wie Smartphones, Uhren und smarten Lautsprechern breit gemacht und etliche Kunststücke gelernt. Nun hat Google sich den häufigsten Kritikpunkten angenommen. So will der Konzern die Kommunikation mit dem Assistenten künftig natürlicher gestalten.

Ein wichtiger Faktor sind unter anderem neue Stimmen. Zumindest für englischsprachige Nutzer wird es derer davon im Laufe des Jahres sechs neue geben – etliche davon nun auch männlich. Zudem soll der Assistent die sozialen Interaktionen besser beherrschen.

Um eine weitgehend natürliche Konversation zu ermöglichen, will Google in den kommenden Wochen die Funktion Continued Conversation einführen. Sie ermöglicht es, Folgefragen zu stellen oder weitere Kommandos zu erteilen, ohne den Assistenten jedes Mal erneut über das Hotword "Ok, Google" aufwecken zu müssen – seine Mikrofone bleiben offenbar nach einem Befehl noch kurz offen und lauschen, ob weitere Anweisungen folgen. Zumindest der Demo auf der Google I/O war ein fließendes Gespräch im Ping-Pong-Stil mit dem Assistant möglich. Ob und wann das Feature für andere Sprachen erscheint, ist noch offen.

Wie Google sich künftige Konversationen vorstellt, zeigte auch eine weitere Demo auf der Keynote: Hier führte der Assistant zwei Telefongespräche, in denen er etwa versuchte, einen Restaurant-Tisch zu reservieren.

Google I/O 2018: Die Neuerungen beim Google Assistant (5 Bilder)

Der Google Assistant hat sich mittlerweile weltweit ausgebreitet. Google hat gleich sechs neue Stimmen für die englische Variante vorgestellt.
(Bild: heise online)

Ein weiteres Feature sind Multiple Actions. Sie bedeuten nicht nur, dass man durch ein "und" getrennt verschiedene Befehle im einen Satz mitteilt, die multiplen Aktionen erlauben es auch, verschachtelte Suchanfragen zu stellen.

Für Familien hat Google nun eine "Belohnung" für höfliches Verhalten in Petto. Eltern hatten in der Vergangenheit schon mehrfach beklagt, dass digitale Assistenten Kindern unbewusst einen militärischen Befehlston anerziehen würden. Der Assistant soll künftig Worte wie "Bitte" und "Danke" goutieren.

Abschließend will Google dafür sorgen, dass der Assistant auf Telefonen und Smart-Displays proaktiver und mit einer passenden optischen Aufbereitung immersiver auf seine Nutzer eingeht. Auch seine Verbreitung wird sich vergrößern: Künftig wird der Google Assistant auch in Google Maps zu finden sein. (spo)

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