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Google: Bing guckt ab

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Nach Informationen des Fachblogs Search Engine Land ist Google überzeugt, dass Microsofts Suchmaschine Bing in einigen Fällen Suchergebnisse von Google kopiert hat, um damit die Qualität seiner eigenen Treffer aufzuwerten. Google habe dies in den vergangenen Monaten anhand mehrerer Untersuchungen nahezu zweifelsfrei nachgewiesen. "Wir nutzen vielfältige Informationen und Vorgehensweisen", kommentierte Microsofts Suchmaschinen-Chef Stefan Weitz die Vorwürfe.

Ein Anfangsverdacht entstand bei Google, als Bing einigen falsch geschriebenen Begriffen die richtigen Suchtreffer zuordnete, obwohl es keinen Hinweis auf die korrekte Schreibweise ("Ergebnisse sind enthalten für ...") gab. Im Oktober verzeichnete Google nach Auskunft von Search Engine Land eine stärkere Ähnlichkeit zwischen den Suchtreffern beider Engines und setzte im Dezember eine Art Honeypot auf: Google manipulierte den Index und verknüpfte Suchbegriffe, die bislang keine Treffer ergaben, willkürlich mit Webseiten; zum Beispiel verwies die Suche nach "mbzrxpgjys" auf die Startseite von RIM. Nach zwei Wochen hatte Bing bei einigen der Suchbegriffen (7 bis 9 von 100) diese Treffer übernommen.

Die Honeypot-Suchen funktionieren inzwischen nicht mehr. Google vermutet, dass das Feature "Vorgeschlagene Sites" im Internet Explorer oder die Bing-Toolbar die für die Manipulation notwendigen Daten an Microsoft weiterreichen. (heb)