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Google-Chef: Tür für Nokia bleibt offen

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Google gibt die Hoffnung nicht auf, Nokia für sein Smartphone-Betriebssystem zu gewinnen: "Uns hätte besser gefallen, wenn sie sich für Android entschieden hätten", sagte der noch amtierende Google-Chef Eric Schmidt am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Tür für Nokia stehe weiterhin offen. Nokia hatte sich vergangene Woche für Microsofts Windows Phone als zentrales Smartphone-Betriebssystem entschieden.

Google werde durch die Entscheidung von Nokia für Windows Phone nicht beinträchtigt. "Nokia und Microsoft müssen nun Ergebnisse abliefern." Die Hardware-Partner von Google seien derzeit äußerst erfolgreich mit ihren Android-Smartphones: "Sie verkaufen sehr, sehr viele Geräte." Das Smartphone Nexus S, das Google bei Samsung bauen lässt, werde so stark nachgefragt, dass die Kunden wochenlang auf ein Gerät warten müssen.

Haupt-Wettbewerber von Google sei immer noch Microsoft, nicht Facebook, sagte Schmidt. "Mit Bing sind sie vielleicht schon zu dicht an unserem Produkt dran", meinte der Google-Chef mit ironischem Unterton und in Anspielung auf jüngst erhobene Vorwürfe, Microsoft kopiere Suchmaschinenergebnisse bei Google. "Sie haben ein starkes Werbe-Modell und sie haben die Reichweite und Fähigkeit, diese Pläne umzusetzen."

Das Online-Netzwerk Facebook sei aus Wettbewerbssicht für Google derzeit eher ein Nullsummenspiel oder vielleicht sogar ein leichter Gewinn, da Facebook die Online-Nutzung – und damit auch das Geschäftsmodell von Google – vorantreibe: "Ich weiß nicht, ob sich das in den kommenden Jahren ändern wird." (vbr)