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Google Fit: Auch Google will ran an die Körperdaten

Mit Google Fit will das Unternehmen eine Plattform für Körperdaten von diversen Apps und Geräten aufbauen. Auch Samsung, Nike und Microsoft bieten solche Plattformen.

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In Google Fit laufen Körperdaten von unterschiedlichen Apps und Geräten zusammen.

Google will nicht nur mit Wearables dichter an die Körper seiner Kunden, sondern auch mit einer neuen Daten-Plattform: Auf Google Fit sollen Körperdaten von diversen Apps und Geräten zusammenlaufen, kündigte das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz Google I/O an.

Unter anderem soll die Plattform Herzfrequenz, Schritte und Schlafqualität erfassen und in Diagrammen visualisieren. Mit im Boot sind laut Google Hersteller Hersteller wie Nike, Adidas, Withings, RunKeeper und Basis. In "einigen Wochen" will Google ein "Platform Preview" SDK veröffentlichen.

Ähnliche Plattformen haben bereits Apple mit HealthKit und Samsung mit SAMI angekündigt. Microsoft ist mit HealthVault bereits seit 2007 aktiv. Auch Google hatte mit Google Health 2008 schon einmal eine ähnliche Plattform gestartet; der Dienst, bei dem angemeldete Nutzer ein Profil ihres Gesundheitszustandes mitsamt Vorerkrankungen, Medikation und Allergien in eine Online-Patientenakte speichern konnten, wurde aber 2012 wieder abgeschaltet. Offenbar hält der Suchmaschinenhersteller die Zeit jetzt reif für einen neuen Versuch mit in der Cloud gespeicherten Körperdaten.

Während Google Health und Microsofts HealthVault eher der Versuch einer digitalen Krankenakte darstellen, zielen die neuen Plattformen mehr auf Selbstvermessung. Getreu dem "Quantified-Self"-Motto "Self knowledge through numbers" geht es hier nicht so sehr um Krankheiten, sondern eher um Selbsterkenntnis (siehe auch c't-Artikel "Das vermessene Ich"). (jkj)