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Google Glass: Google kooperiert mit Ray-Ban-Hersteller

Zusammen mit dem Brillenhersteller Luxottica will Google modische Gestelle seiner Datenbrille entwickeln.

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Die Datenbrille Google Glass soll stilvoller werden: Google hat sich dafür mit dem weltgrößten Brillenhersteller Luxottica zusammengetan. Die beiden Unternehmen wollen zunächst ein Team ihrer Fachleute zusammenstellen, um zusammen am Design, an der Optik und der IT zu arbeiten. Die daraus entstehenden Gestelle will Luxottica unter den Marken Ray-Ban und Oakley vertreiben, wie die Unternehmen ankündigten. Finanzielle Details dazu wurden nicht bekannt gegeben.

So sieht eine der vier von Google gestalteten Korrekturbrillen aus. Künftig sollen Glass-Brillen auch unter den Markennamen Oakley und Ray-Ban in den Handel kommen.

(Bild: Google)

Erste Gespräche für eine Kooperation zwischen den beiden Unternehmen soll es bereits im vorigen Jahr gegeben haben. Wann erste Modelle auf den Markt kommen sollen, wie sie aussehen und wie viel sie kosten könnten, wurde ebenfalls noch nicht bekannt.

Google-Manager Astro Teller, der dem Labor Google X vorsteht, in dem auch die Datenbrille entstanden ist, sagte laut einem Bericht des Wall Street Journal, es sei eine Herausforderung, die Menschen damit vertraut zu machen, in ihrem Gesicht einen Computer zu tragen. Das sei ebenso modisches wie ein technisches Problem. Die Gestalt des bisherigen Modells erwies sich in einem Langzeittest als problematisch, unter anderem weil an ihr deutlich die Kamera erkennbar ist.

Auch könne Google dadurch einem möglichen Trend entgegenwirken, dass die Datenbrille sich nur in der Marktnische für professionelle Zwecke ausbreiten könnte, wie Analysten laut dem Zeitungsbericht anmerken. In Boston haben Ärzte bereits Google Glass im Klinikalltag getestet.

Die Kooperation mit Luxottica ist nicht die erste, die Google mit einem Optik-Spezialisten geschlossen hat. Zuvor hat der Internet-Konzern bereits eine Zusammenarbeit mit der Optiker-Kette VSP Global vereinbart. VSP soll Korrekturlinsen für Google Glass anfertigen und der Datenbrille neue Designs verpassen. Das Gerät soll über die Handelskette verkauft und die Optiker darin ausgebildet werden, die Kunden in die Nutzung der Brille einzuweisen. (anw)