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Google Glass nutzt Knochen für Tonausgabe

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Googles Kopf-Display Glass hat die für funkende Geräte erforderliche Genehmigung der US-Regulierungsbehörde FCC erhalten. Ein Eintrag dort unter der Geräte-ID A4R-X1 lässt aber nur wenige Informationen durchsickern. Der Ton wird von Glass zum Träger nicht über einen klassischen Lautsprecher übertragen, sondern über einen Vibrator. Dieser schickt Schwingungen über Schädelknochen ins Innenohr des Träger. Dieses Konzept ist keineswegs neu. In Verbindung mit einem am Kopf getragenen "Computing Device" hat Google dafür 2011 trotzdem Patentschutz beantragt.

Datenverbindungen stellt Glass über WLAN 802.11 b/g (2,4 GHz), Bluetooth und Bluetooth Low Energy her. Google hat bei der FCC im weitest möglichen Umfang beantragt, die eingereichten Unterlagen nicht zu veröffentlichen. Daher ist bis auf Testprotokolle und einige Begleitschreiben nichts zu erfahren. Diverse Diagramme, technische Beschreibungen, und die Spezifikationen der Antennen sollen dauerhaft unter Verschluss bleiben. Fotos der Betriebsanleitung werden erst in einem halben Jahr veröffentlicht. Google begründete seinen Antrag mit dem starken Wettbewerb. Der Datenkonzern fürchtet, dass Konkurrenten ihr Gerät früher auf den Markt bringen könnten.

Auf der Google I/O 2012 konnten Entwickler zum Preis von 1500 US-Dollar (aktuell gut 1100 Euro) Vorserienmodelle von Glass bestellen. Sie sollen "früh im Jahr 2013" ausgeliefert werden. Für diese Woche hatte Google zukünftige Glass-Entwickler zu jeweils einer zweitägigen Veranstaltung in San Francisco oder New York eingeladen. Für die Presse gibt es keinen Zutritt. (anw)