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Google I/O: Künstliche Intelligenz überall

Viele neue intelligente Funktionen in Googles Diensten, aber auch neue KI-Hardware, die jetzt auch für jedermann bereitsteht: Auf Googles Entwicklerkonferenz I/O stand alles im Zeichen künstlicher Intelligenz.

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Google I/O: Künstliche Intelligenz überall

(Bild: Google)

"From Mobile First to AI First" – unter dieses Motto hat Google-Chef Sundar Pichai seine Keynote bei der Eröffnung der Entwicklerkonferenz I/O gestellt. AI, also Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz soll dem Menschen überall unterstützen. Und es waren vor allem intelligente Funtionen, die in den ersten Demos beeindruckten.

KI hilft Google, passende Jobs direkt in der Suche anzubieten.

(Bild: Google)

Googles neue Lens-App etwa benutzt Deep Learning, um Bilder zu analysieren und die Wissenssammlung Knowledge Graph, um dem Benutzer dazu Ergebnisse oder Aktionen anzubieten. Google for Jobs, das zunächst nur in den USA startet, benutzt Machine Learning – und die Daten von diversen Job-Portalen –, um den Nutzer direkt in der Suchmaschine aufbereitete Jobangebote präsentieren zu können, wenn er entsprechende Suchanfragen eintippt. Gmail kann jetzt auch Quick Replies anbieten, Schnellantworten, wie es sie beim Messenger Allo schon länger gibt. Das sind aber nur drei Beispiele: Im Grunde soll KI helfen, alle Anwendungen von Google zu verbessern.

Demnächst wird man Googles Hardware für das Deep Learning in der Cloud mieten können.

(Bild: Google)

Dass Google eigene Hardware für das Deep Learning einsetzt, hatte das Unternehmen während der Go-Matches von Googles AlphaGo gegen Lee Sedol bekanntgegeben. Google hatte diese eigenen sogenannten Tensor Processing Units (TPUs) entwickelt, weil sich diese viel besser für die massiv parallelen Berechnungen eignen, die beim Lernen und bei Anwendungen von tiefen neuronalen Netzen anfallen.

Google hat anlässlich der I/O jetzt die zweite Generation der TPUs vorgestellt. Eine einzelne Einheit soll eine Leistung von 180 Teraflops haben. Bis zu 64 der neuen TPUs sollen sich zu einer Einheit zusammenschließen lassen und gemeinsam 11,5 Petaflops erreichen. Das Wichtigste: Google wird diese Deep-Learning-Monster für Drittentwickler als Cloud-Dienst zum Mieten anbieten. Wann das sein wird, hat Google nicht bekanntgegeben. Interessierte können sich informieren lassen, wenn der Dienst startet.

Forscher können die KI-Rechenpower unter Umständen kostenlos erhalten. Mit der TensorFlow Research Cloud hat Google ein Angebot speziell für Wissenschaftler geschaffen. Es besteht aus 1000 Cloud-TPUs mit einer Rechenpower von insgesamt 180 Petaflops – die Google für Forschungszwecke kostenlos bereitstellen will. Interessierte Wissenschaftler können sich für die Teilnahme an dem Programm bewerben. Unter Google.ai hat Google zudem eine Art Portal für seine KI-Aktivitäten eingerichtet. (jo)

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