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Google I/O: Neue Programmierschnittstelle für Gmail

Die neue API soll den Zugriff auf Nachrichten bei Gmail schneller und einfacher machen, feiner granulierte Rechtezuweisungen rmöglichen - und zu vielen neuen Apps für Googles Mailer führen.

Google hat im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz Google I/O eine neue Programmierschnittstelle für seinen Mail-Dienst Gmail angekündigt. Mit der Gmail API [1] können zum Beispiel Webdienste auf Inhalte von Mailboxen zugreifen, um Mails auszulesen, Nachrichten zu versenden, die Labels von Nachrichten zu verändern oder bestimmte Nachrichten oder Threads zu suchen.

Bislang haben Drittanbieter-Apps per IMAP auf die Mailboxen bei Gmail zugegriffen und Nachrichten per SMTP versendet – dieser Weg bleibt auch weiterhin erhalten. Das in die Jahre gekommene IMAP ist aber nicht nur ineffizient, meint Google, sondern gibt ihnen auch vollen Zugriff auf alle Inhalte. Mit dem neuen API lassen sich die Rechte nun beschränken: Anwendungen, die nur Mails auslesen müssen – etwa für Analysezwecke –, erhalten keine Rechte, Mail zu versenden. Der Benutzer soll immer die Kontrolle behalten, welche Apps welche Rechte erhalten.

John Rae-Grant stellt das neue API vor.

Das neue Restful API macht es sehr einfach, auf bestimmte Nachrichten zuzugreifen und ermöglicht es Web-Diensten, per HTTPS auf Gmail zuzugreifen. Daher erhofft sich Google-Manager Jahn Rae-Grant viele neue Apps von Anbietern, die bisher auf Gmail-Zugriff verzichten mussten, weis sie IMAP nicht unterstützen konnten. Auf seinem Entwicklerportal stellt Google die neue API vor und zeigt mit Tutorials, wie man es mit Java, .Net und Python nutzt und stellt Client-Bibliotheken für diverse Sprachen bereit. (jo [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2238898

Links in diesem Artikel:
[1] https://developers.google.com/gmail/api/
[2] mailto:jo@ct.de