Google Interpreter: Echtzeit-Übersetzer fürs Smartphone

Der Google Interpreter Modus kommt aufs Smartphone. Er übersetzt gesprochene Sprache in Echtzeit – und spielt die Übersetzung auch ab.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 30 Beiträge

(Bild: mentatdgt/Shutterstock.com)

Von

Das Smartphone kann mit dem Google Interpreter künftig als Dolmetscher aushelfen. Die Funktion übersetzt gesprochene Sprache in Echtzeit. Google zeigt die Übersetzung dabei als Schrift auf dem Bildschirm an, und spricht sie aber auf Wunsch auch aus. Zudem schlägt der Assistent eine Auswahl naheliegender Antworten vor. 44 Sprachen sind derzeit insgesamt verfügbar. Sie können beliebig gekreuzt werden, es gibt also keine Einschränkung, dass eine bestimmte Sprache nur in ausgewählte andere übertragbar ist.

Die Funktion ist in den Google Assistenten integriert. Einige Hotels in den USA haben sie bereits seit Anfang des Jahres am Empfang und in anderen Bereichen getestet. Nun lässt sich der Interpreter auf allen Android-Geräten direkt aktivieren: "Hey Google, hilf mir Spanisch zu sprechen", schreibt Google in einem Blogbeitrag als Beispiel. Für iOS-Geräte muss die Google Assistant App heruntergeladen werden.

Im Sommer hatte Google den Translatotron vorgestellt. Er kann als das Forschungsprojekt hinter der neuen Funktion betrachtet werden, bei dem es darum geht, wie gesprochene Wörter ohne Umwege übersetzt und damit Zwischenschritte, die möglicherweise zu Fehlern führen, ausgemerzt werden können.

Google Translate kann zudem mittels Kamera in Echtzeit übersetzen, etwa fremde Schriftzeichen auf Warnschildern im Ausland. Die Funktion ist in 88 Sprachen verfügbar und erkennt die Sprachen automatisch. Google setzt seine NMT-Technik (Neural Machine Translation) und Künstliche Intelligenz dafür ein.

Neben Google arbeiten auch Microsoft, DeepL und andere Anbieter an Online-Übersetzern mit neuronalen Netzen. DeepL übertrifft dabei regelmäßig die Ergebnisse der Mitbewerber. Die Gründe dafür sind "Geschäftsgeheimnis". Ein Vergleich, bei dem der Übersetzer gegen sechs andere Dienste antritt zeigt, wer wo punkten kann.

(emw)