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Google Lens bald mit neuen Funktionen und direkt in der Kamera-App

Die Bilderkennung Google Lens wird künftig in der Google-Kamera-App zur Verfügung stehen und gibt mit einer Live-Analyse-Funktion einen Vorgeschmack auf künftige AR-Anwendungen.

Google Lens bald mit neuen Funktionen und direkt in der Kamera-App

(Bild: heise online)

Auf der Keynote zur Eröffnung der I/O brennt Google üblicherweise ein Feuerwerk an neuen Apps, Geräten oder Features ab. Dieses Mal befasste sich der Konzern vergleichsweise lange mit Smartphone-Kameras. Das lässt einigen Raum, um zwischen den Zeilen zu lesen, wo Google mit Machine Learning und Augmented Reality hin will: Offenbar wird die automatische Bildanalyse Google Lens in der Zukunft eine größere Rolle spielen. In der kommenden Woche soll Lens direkt in die Google-Kamera-App integriert werden. Bislang analysiert Lens nur aus der Fotogalerie heraus schon aufgenommene Bilder.

Die Live-Analyse in der Kamera-App ermöglicht eine umfangreiche AR-Einbindung. So zeigte die Demo, dass Lens beim "Blick" auf ein Konzertplakat sofort die Songs der Band auf Youtube zur Wiedergabe vorschlägt. Zudem kann Lens Wörter erkennen und bekommt eine intelligente Textauswahl. Abfotografierte Dokumente werden als – wahrscheinlich durchsuchbares – PDF gespeichert. Auch die bekannten Tricks wie eine Simultanübersetzung fremdsprachiger Wörter und eine Suche zu den erkannten Gegenständen sind an Bord. Letztlich schickt Google Lens sich damit an, dass umzusetzen, was Google vor einigen Jahren mit der AR-Brille Google Glass versprochen hatte: Dem Nutzer in Echtzeit Informationen zu dem präsentieren, was er gerade sieht.

Wie das in der Praxis aussehen könnte, wurde mit Google Maps verdeutlicht. Durch die Verschmelzung von der Maps-Ansicht und einem Live-Kamerabild, in das virtuelle Schilder oder Richtungspfeile eingeblendet werden, ließe sich die Fußgängernavigation erheblich verbessern.

So nett und praktisch die AR-Funktionen von Lens auch klingen, für viele Anwendungsfälle im Alltag, wird Google sich vielleicht doch irgendwann noch einmal an eine AR-Brille wagen müssen – nicht immer kann man mit dem Handy vor der Nase durch die Welt spazieren. (spo)

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