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Google-Manager Osterloh warnt seine Gäste vor Smart Speakern

Rick Osterloh, Hardware-Chef bei Google, erklärte in einem BBC-Interview, dass er Besucher auf ständig lauschende Geräte in seinem Zuhause hinweist.

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Googles Hardware-Chef Rick Osterloh.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

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Die Stasi wäre vor Neid erblasst in Anbetracht des Zugangs, den Smart Speaker wie Alexa Echo oder Google Home heute in die Privatsphäre bieten - dazu auch noch von den Bürgern ganz freiwillig genutzt. Doch diese Freiwilligkeit macht eben den Unterschied aus: Jeder kann selbst abwägen zwischen dem Komfort, den ein digitaler Assistent mit Spracherkennung bietet, und den Datenschutzproblemen aufgrund des ständigen Lauschens der Geräte.

Betroffen sind aber nicht nur die Besitzer von Smart Speakern und ähnlichen Geräten, sondern auch ihr Umfeld. Die BBC fragte bei Googles Hardware-Chef Rick Osterloh nach, ob Hauseigentümer ihren Besuch auf smarte Geräte mit Aufnahmefunktion hinweisen sollten. Osterloh bejahte dies und gestand, aus diesem Blickwinkel habe er darüber bisher noch nicht nachgedacht.

Bei Technologien dieser Art müsse man an alle Nutzer denken, also auch die Interessen aller in Reichweite Betroffenen berücksichtigten, so der Google-Manager gegenüber dem britischen Rundfunk. Er selbst würde seine Besucher auf die Geräte im Haus hinweisen. "Vielleicht ist es etwas, was die Geräte selbst anzeigen sollten", ergänzte Osterloh. Er verwies auf die bei Kamera-Aufnahmen leuchtende Lampe an Google-Home-Geräten.

Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant erfreuen sich nicht zuletzt aufgrund des Science-Fiction-Gefühls, das sie verbreiten, ihrer Beliebtheit. In der Vergangenheit gab es allerdings auch immer wieder Kritik, etwa als Mitschnitte von Mitarbeitern abgehört und trankribiert wurden. So kam heraus, dass Amazon Alexa-Mitschnitte im Homeoffice auswerten lässt.

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(ktn)