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Google Maps akzeptiert Mithilfe

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Es geht nicht um die Veröffentlichung privater Geodaten, wie sie auf zahllosen Webseiten in Gestalt KML-formatierter Google-Earth-Overlays vorliegen. Es geht auch nicht um die Schaffung eines großen Mashups privat zusammengetragener Geodaten, etwa für Sonderauswertungen vom Typ einer Radwanderkarte, wie es die Gemeinde des offenen Kartenprojekts OpenStreetMaps anstrebt. Vielmehr scheint Googles Map Maker anzutreten, dem Suchmaschinenbetreiber eine kostenlose Ergänzung teuer erkaufter Geodaten aus den Federn seiner Anwender zu erschließen.

Inhaber eines Google-Accounts dürfen mit Map Maker ganz bestimmte Ergänzungen in die Karten beispielsweise der Niederländischen Antillen, Zyperns, Pakistans und weiterer handverlesener Gebiete eintragen. Dabei stehen Punkte sowie offene oder zu Polygonen geschlossene Linienzüge zur Wahl, mit denen man von "Adult Business" bis "Yoga Park" oder "Zoo" einige hundert Arten von Örtlichkeiten notieren kann. Die Eingaben der hilfsbereiten Hobby-Kartographen dürften der gesamten Web-Gemeinde zugute kommen, doch die Rechte zur Veröffentlichung, Entfernung und auch zur Veränderung der Inhalte behält sich Google vor.

Das Handwerkliche gestaltet sich erfreulich einfach: Sobald man in einem der freigegebenen Areale nahe genug an die Region der Wahl heranzoomt, offeriert Map Maker eine Auswahlbox mit den wählbaren Eintragstypen sowie Schaltflächen, um Punkt oder Linien entweder auf die Straßenkarte oder auf Satelliten- beziehungsweise Hybridansicht zu zeichnen.

Passende Hinweise klären die Hilfskartographen schon im Voraus darüber auf, dass auch die Lieferanten eventuell urheberrechtlich geschützter Informationen das Resultat entdecken könnten. Andererseits werden die Eingaben nach Beobachtungen von heise online sehr wohl vor der Veröffentlichung überprüft und verursachen im Fall von Unklarheiten eine Rückmeldung an den Urheber. (hps)

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