Menü

Google Maps bietet Sprachführung für Sehbehinderte an

Menschen mit Sehbehinderung können sich via Sprachführung von Google Maps leiten lassen. Der Dienst weist den Weg und warnt vor Kreuzungen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 5 Beiträge

(Bild: Screenshot_YouTube/Google Maps)

Von

Google Maps startet eine neue Funktion, die sehbehinderten Menschen helfen soll, sich zurecht zu finden. Die Funktion wurde von Grund auf von Sehbehinderten entwickelt und getestet. Allerdings wird der Dienst zunächst nur in den USA und in Japan verfügbar sein. Die Unterstützung für weitere Länder ist in Arbeit.

Die App navigiert Menschen mit Sehschwäche via Sprachführung. Nutzer erhalten detaillierte Informationen darüber, ob sie sich auf dem zuvor ausgewählten Weg befinden, ihnen wird mitgeteilt, wenn sie falsch abbiegen – und es gibt Vorwarnungen, wenn sie sich besonders großen Kreuzungen nähern.

Getestet wurde die Funktion unter anderem von einer Frau in Tokio. In einem Blogbeitrag von Google berichtet sie, dass ihr die App mehr Freiheit und Selbstbewusstsein gebe. "Für Menschen, die sehen können, mag es nicht besonders aufregend klingen, aber blinden und schlecht sehenden Menschen hilft es, neue Plätze zu erkunden."

Die Nutzung erfolgt über die App-Einstellungen zur Navigation. Unter dem Punkt für Fußwege lässt sich die "detaillierte Sprachführung" aktivieren.

Google hat mit Lookout bereits eine App für Blinde, die Sachen und Texte in der Umgebung des Smartphones erkennen soll. Sie ist auf die Sprachausgabe und minimale Interaktion mit Nutzern ausgelegt, so dass diese sich auf ihre eigentliche Aktivität konzentrieren können.

Das Unternehmen hat ein Team für Barrierefreiheit im Web, zu dem Entwickler, Partner und Forschungseinrichtungen gehören. Aber auch andere Anbieter haben inzwischen zahlreiche Apps für sehbehinderte Menschen, die damit mobiler werden können. (emw)