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Google News zeigt künftig Original-Texte von Nachrichtenagenturen

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Google wird künftig auf seiner Nachrichtenseite Google News Original-Artikel von Nachrichtenagenturen veröffentlichen. Dazu habe man Inhalte der Agenturen Associated Press (AP), Agence France-Presse (AFP), Canadian Press (CP) und der britischen Press Association (PA) lizenziert, sagte Josh Cohen, Business Product Manager für Google News, gegenüber der dpa. "Wir sehen nun im Rahmen der sogenannten Doubletten-Erkennung schnell und sicher, ob Medien die Meldung einer Nachrichtenagentur aufgegriffen haben. Unsere Nutzer werden künftig in der Lage sein, sich bei Google auch die Originalquelle in voller Länge anzuschauen."

Google News stellt durch einen Computer-Algorithmus gesteuert eine Online-Nachrichtenübersicht zusammen und präsentiert von den im Web gefundenen Artikeln die Überschriften und gelegentlich auch die Lead-Sätze. Anwender, die den gesamten Artikel lesen wollen, werden über einen Link zur Quelle im Web geführt. Große Nachrichten-Sites von Tageszeitungen in Deutschland beziehen zum Teil rund ein Drittel ihres Traffic durch Google-News-Verlinkungen. Da Agenturen wie AP oder AFP die Nachrichten nicht auf einer eigenen Website für die Internet-Nutzer bereitstellen, übernehme Google in diesen Fällen das Hosting der Original-Agenturmeldung.

"Dieser Ansatz verbessert nicht nur die Qualität unserer Site für den Nutzer, sondern weist auch korrekt auf die harte Arbeit der Journalisten und Publisher hin, die eine Nachricht zuerst veröffentlicht haben." Die Doubletten-Erkennung sei nicht auf das Material von Nachrichtenagenturen beschränkt, sondern könne auch auf andere Medienhäuser übertragen werden. Publisher, die selbst ein Nachrichtenangebot im Web betreiben, profitierten davon, dass Google News ihnen Anwender zuführe.

Die Nachrichtenagenturen AP und AFP hatten sich jahrelang mit Google um das Urheberrecht an Agenturmeldungen und Bilder gestritten und sich schließlich auf ein Lizenzmodell für die Nutzung der Inhalte geeinigt. Details zu den Lizenzvereinbarungen wollte Google aber nicht nennen. Cohen betonte, sein Unternehmen wolle auch künftig auf den Google-News-Seiten keine Werbung einblenden. (dpa) / (hos)