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Google Nexus 9 hat den schnellsten ARM-Prozessor

Die Nvidia-CPU Tegra K1 (Denver) im Google Nexus 9 erreicht in Benchmarks wie Coremark neue Höchstwerte. Zugleich kämpft das Android-Tablet aber immer wieder mit Performance-Problemen.

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Als erstes Android-Tablet läuft das Google Nexus 9 mit 64 Bit und zeigt überragende Leistungswerte.

Das unter Android-Liebhabern heiß ersehnte Tablet Google Nexus 9 ist mittlerweile im c't-Labor eingetroffen und die Redakteure haben es ersten Tests unterzogen. Dabei war besonders die Performance des Geräts auffällig; einerseits weil der Prozessor Nvidia Tegra K1 (Denver) außerordentlich gut in Benchmarks abschnitt, andererseits weil das Tablet immer wieder Ruckler und lange Ladezeiten zeigte.

In der von c't selbstgebauten Benchmark-App Coremark erreicht das Nexus 9 insgesamt 10.923 Punkte und lässt damit als erstes mobiles ARM-Gerät die 10.000er-Marke hinter sich. Bislang belegte das Apple iPad Air 2 mit A8X-CPU und 9809 Punkten den ersten Platz. Da im Nexus 9 nur eine Dual-Core-CPU steckt, sind die Ergebnisse im Multi-Thread-Test nicht ganz so bravourös, aber mit 19.773 Punkten immer noch ansehnlich – das iPad Air 2 mit 3-CPU-Kernen erreicht 29.697, das Android-Tablet Nvidia Shield mit vier Kernen 29.372 Punkte.

Im Grafikbenchmark 3DMark lässt das Nexus 9 mit 25.647 alle Konkurrenten weit hinter sich – das iPad Air 2 erreicht "nur" 21.712 Punkte. Nur das Nvidia Shield mit dem selben Grafikchip wie das Nexus 9 überholt mit 32.550.

Benchmarks Google Nexus 9 Nvidia Shield Apple iPad Air 2
Coremark (Single-Thread) 10923 7294 9809
Coremark (Multi-Thread) 19773 29372 29697
3DMark Unlimited 25674 32550 21712
GFXBench 3.0 offscreen (fps) 31,4 31,1 32,8
GFXBench 3.0 onscreen (fps) 22,4 29,7 24,5

Obwohl die Hardware so viel Leistung liefert und das System an für sich flüssig läuft, kam es beim Testgerät der c't immer wieder zu kurzen Rucklern und sekundenlangen Wartezeiten, wenn man eine App öffnete, schloss oder via App-Übersicht zwischen Programmen wechselte. Ähnliche Probleme traten ebenfalls kurz nach Marktstart beim Smartphone LG G3 auf, das ebenfalls ein besonders hochauflösendes Display hat (2560 × 1440). Dort löste der Hersteller das Problem per Patch.

Das erste Software-Update hat das Nexus 9 auch schon erreicht: Es ist rund 300 MByte groß und bei den bislang ausgelieferten Geräten installiert es sich, sobald man das Gerät mit einem WLAN verbindet. Welche Änderungen es mitbringt, ist unklar. An den Performance-Problemchen änderte die Aktualisierung nichts.

Einen ausführlichen Test des Google Nexus 9 finden Sie in einer der kommen Ausgaben der c't. (hcz)