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Google Pixel 2 ausprobiert: Guter Porträt-Modus, Offline-Musikerkennung und drei Jahre Update-Garantie

Das Pixel 2 sieht ähnlich aus wie der Vorgänger, hat intern aber deutlich mehr zu bieten: Zum Beispiel eine verbesserte Kamera und "Google Lens". Android-Fans freuen sich über die dreijährige Update-Garantie. Was es nicht gibt: Eine Kopfhörerbuchse.

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Pixel 2 ausprobiert: Guter Porträt-Modus mit einem Objektiv, Offline-Musikerkennungsfunktion und drei Jahre Update-Garantie

Das Pixel 2 (links) und das Pixel 2 XL

(Bild: Google)

Nach monatelanger Gerüchteschlacht hat Google sein Pixel 2 in zwei Varianten – Pixel 2 und Pixel 2 XL – vorgestellt: Die zweite Version des Nexus-Nachfolger-Smartphones bietet wie das Pixel 1 ein unverbasteltes Android – und obendrein gibt’s zumindest in der ersten Zeit Betriebssystem-Funktionen, die kein anderes Gerät bietet. Langfristig sollen die neuen Funktionen aber in die Android-Grundversion einziehen. Eine nette Überraschung: Google garantiert beim Pixel 2 drei Jahre lang Android-Feature-Updates – bislang waren es zwei Jahre und drei Jahre Security-Updates.

Das Pixel 2 kommt wie der Vorgänger in zwei Größen: Einmal ohne und einmal mit "XL"-Zusatz. Die kleine Version wird von HTC gefertigt, die größere von LG. Google betont, dass es außer Displaygröße, Seitenverhältnis und Akkukapazität (Pixel 2 2700mAh, Pixel 2 XL 3520 mAh) intern keine Unterschiede gibt. Tatsächlich sehen die Geräte von hinten nahezu identisch aus, allerdings hat die XL-Variante eine abgerundete Glasplatte vorm Display. Bei der normalen Variante hat Google versucht, mit einem Metallrahmen ein ähnliches Handschmeichler-Gefühl hinzubekommen – das gelingt ordentlich, unserer Meinung nach fühlt sich die XL-Version dennoch ein ganz kleines bisschen gefälliger an.

Pixel 2 und Pixel 2 XL (6 Bilder)

Das Pixel 2 XL
(Bild: Google)

Beim großen Pixel 2 hat das Display abgerundete Ecken, beim kleinen nicht. Das Seitenverhältnis liegt beim Pixel 2 bei 16:9 (1920 × 1080, beim Pixel 2 XL bei 18:9 (2880 × 1440). Anders als beispielsweise Samsung und Apple (beim iPhone X) verzichtet Google allerdings nicht auf den schwarzen Rahmen ums Display, der bei der 5-Zoll-Version oben und unten deutlich stärker ausfällt als beim 6-Zoll-XL-Pixel 2. Dafür passen aber nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher ins Gehäuse, die in einem kurzen Hörtest sehr ordentlich klangen.

Durch die Trauerränder sehen die Pixel-Geräte deutlich weniger futuristisch aus als die Geräte der Konkurrenz – womöglich hat das mit der "Quetsch"-Funktion zu tun: Man kann die 2er-Pixels an den Seiten zusammendrücken und damit den Google Assistant starten. Anders als beim technisch verwandten HTC U11 lässt sich die durchs Quetschen ausgelöste Funktion nicht frei festlegen.

Beide Pixel-2-Modelle sind, wie die aktuellen iPhones, nach Schutzart IP67 wasser- und staubgeschützt. Das bedeutet, dass sie eine kurze Dusche vertragen können. Zum Vergleich: Konkurrent Samsung bietet bei S7, S8 und Note 8 die bessere IP68-Klassifizierung (bis zu 30 Minuten bei 1,5 Meter Wassertiefe).

Der Fingerabdruck-Sensor ist beim Pixel 2 wieder auf der Rückseite eingebaut, soll aber laut Google 25 Prozent schneller arbeiten. Eine Kopfhörer-Buchse gibt es anders als beim Vorgänger nicht, dafür liegt ein USB-C-Adapter im Karton.

Pixel 2 und Pixel 2 XL haben eine konventionellen Nano-SIM-Kartenschacht eingebaut – in diversen Gerüchtemeldungen hieß es vorab fälschlicherweise, darauf solle zugunsten von eSIM verzichtet werden.

Beide Geräte sind in Varianten mit 64 und 128 GByte Flash-Speicher erhältlich. Angetrieben werden sie von einem Qualcomm Snapdragon 835 mit 4 GByte RAM (8 Kerne, 2,35 + 1,9 Ghz). Beim Pixel 2 kommt erstmals DDR4x-Speicher zum Einsatz, der dank geringerer Spannung weniger am Akku nagen soll.

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