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Google Play schmeißt unabhängige Musiker raus

Musikschaffende, die ihre Musik selbst vertreiben, sind auf Google Play nicht länger willkommen. Zum Monatsende fliegen sie aus dem Play Store.

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Bühne mit Mikrofonständern und Notenpulten ohne Menschen

Die Bühne Google Play Music wird Musikern mit Selbstvertrieb nun verwehrt.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Google schließt den Google Play Artist Hub. Über dieses Portal konnten Musikschaffende ihre Aufnahmen selbst bei Google Play zum Verkauf und Streaming einstellen, sofern sie die Rechte besaßen. Ende April löscht Google jedoch alle diese selbst hochgeladenen Dateien. Neuanmeldungen zum Artist Hub sind bereits jetzt nicht mehr möglich.

Stattdessen lädt der Konzern Musiker ein, ihre Werke zum Streamen auf YouTube zu veröffentlichen. Wer seine Musik weiterhin auf Google Play Music zum Kauf oder Streamen anbieten möchte, soll einen Vertriebspartner wählen und bezahlen. Der muss die Aufnahmen dann erneut bei Google Play einreichen. Google empfiehlt die drei Vertriebsfirmen CD Baby, DistroKid und TuneCore.

Abzuwarten bleibt, ob Endkunden jene bereits bezahlten Musikdateien weiterhin von Google Play Music herunterladen können, wenn sie dort nicht mehr feilgeboten werden. Überhaupt naht das Ende des Musikvertriebs über Google Play. Das Streaming-Abo wird Google in den im Vorjahr gestarteten Streaming-Dienst YouTube Music überführen. Voraussichtlich wird auch der Verkauf von Musikdateien zu YouTube Music wandern, sofern er nicht ganz eingestellt wird. Bislang ist YouTube Music in weniger Ländern verfügbar als Google Play Music. (ds)