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Google Project Soli: FCC erteilt Radar-Gestensteuerung Freigabe

Google Soli nutzt Radar, um Handys per Gesten zu steuern – sogar durch die Hosentasche. Nun hat das Projekt eine wichtige Hürde genommen.

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Google Project Soli: FCC erteilt Radar-Gestensteuerung Freigabe

(Bild: Google)

Googles Projekt Soli hat eine wichtige Hürde genommen: Die US-Behörde Federal Communications Commission hat eine Sondererlaubnis erteilt, dank der Google einen stärkeren Radarstrahl als üblicherweise zugelassen einsetzen darf. Mit diesem Radar will es Google Nutzern erlauben, zum Beispiel Handys zu steuern, indem sie vor dem Bildschirm Gesten ausführen.

Laut Google kann man sein Handy so auch steuern, während es in der Hosentasche sitzt. Durch Drehen der Finger im Sensorbereich könnte man so etwa die Lautstärke regeln, ohne das Handy aus der Tasche ziehen zu müssen. Damit das funktioniert, muss der Radar allerdings stärker sein als üblich, da sonst blinde Stellen auftreten können – daher suchte das Unternehmen eine Sondererlaubnis bei der FCC für die Technik.

Im Anliegen der Öffentlichkeit

Die FCC muss dafür einschätzen, ob so eine Sondererlaubnis im Interesse der Öffentlichkeit wäre. In einem Dokument zur Ausstellung der Erlaubnis bejaht das die US-Behörde: "Die Sondererlaubnis ist im Sinne des öffentlichen Interesses, da sie eine innovative Möglichkeit zur Gerätesteuerung mit Handgesten eröffnet." Zudem sei es unwahrscheinlich, dass Projekt Soli andere Nutzer der Frequenzbänder im Bereich von 57 bis 64 GHz negativ beeinträchtigt.

Die FCC erlaubt es Nutzern künftiger Soli-Handys außerdem ausdrücklich, die Funktion auch an Bord von Flugzeugen zu benutzen. Noch sind allerdings keine Geräte mit Soli-Technik verfügbar. Die Entscheidung der FCC öffnet Google nun allerdings das Tor, die Technik auf den Markt zu bringen. Laut Google kommen dafür neben Handys auch Computer und Wearables in Frage.

So funktioniert Soli (Quelle: Google ATAP)
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Project Soli wurde ursprünglich im Rahmen der Google-Entwicklerkonferenz I/O 2015 vorgestellt, im Anschluss wurde es aber ruhig um die Radar-Technik. Soli soll Bewegungen deutlich präziser einfangen als beispielsweise Microsofts Kinect. Laut Google tastet Soli 2000 Mal pro Sekunde ab. (dahe)

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