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Google Squared ist online

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Gut drei Wochen, nachdem er auf der im Zweijahresrhythmus abgehaltenen Presseveranstaltung Searchology vorgestellt wurde, ist Googles experimenteller Suchdienst Squared online zugänglich. Anders als die gewöhnliche Google-Suche besteht das präsentierte Ergebnis nicht aus einer Linkliste, sondern aus einer Tabelle. Wer beispielsweise nach "Planets" sucht, erhält in Spalten Namen, Bild, eine englische Beschreibung und astronomische Daten wie die Entfernung zur Sonne, Winkel zur Sonnenbahn oder Rückstrahlvermögen (Albedo) angezeigt. Weitere Spalten wie zum Beispiel zur Masse der Himmelskörper lassen sich hinzuklicken oder als Freitext eingeben. Registrierte Nutzer können ihre "Squares" speichern.

Ganz überzeugend gelingt die Premiere allerdings nicht: Beim Planetenbeispiel fehlen Mars und Neptun. Ergänzt man diese im eigens vorgesehenen Feld unter der Tabelle, machen sie das Sonnensystem komplett – die Daten existieren also. Bei der Bildauswahl liegt Google Squared gelegentlich daneben, so bekommt man kein Foto des Planeten Pluto (der mittlerweile ja auch nicht mehr als Planet gilt) zu sehen, sondern ein Bild des gleichnamigen Hunds aus dem Disney-Universum. Eine Anfrage nach "mountains in germany" bringt die Zugspitze und den Schwarzwald zum Vorschein – und erstaunlicherweise die Ostsee.

Anders als die vor drei Wochen online gegangene "Antwortmaschine" Wolfram Alpha, die ausschließlich auf eigens aufbereitete Datenbestände zugreift, bedient sich Google Squared bei der Suche nach Material für seine Tabellen im Web. Der Markt für Suchmaschinen und ähnliche Dienste ist derzeit stark in Bewegung – erst vor wenigen Tagen kam Microsoft mit seiner Vision von Websuche namens Bing heraus. (Peter König) / (pek)

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