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Google, Sun und Lenovo bekämpfen "Badware"

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Eine Koalition verschiedener IT-Firmen und Institutionen will dafür sorgen, dass die Nutzer die Kontrolle über ihre PCs zurückgewinnen. Dafür hat eine neu gegründete "Stop Badware Coalition" eine Website installiert, auf der Firmen, die betrügerische Marketingpraktiken betreiben und schädliche Software verbreiten, an den Pranger gestellt werden. Das Projekt Stopbadware.org wird vom US-amerikanischen Berkman Center for Internet & Society at Harvard Law School, dem englischen Oxford Internet Institute und der Non-Profit-Organisation Consumer Reports WebWatch betrieben. Als Sponsoren treten Google, Lenovo und Sun auf. Die Direktoren und Harvard-Hochschullehrer John Palfrey und Jonathan Zittrain werden beraten von Esther Dyson und Vint Cerf.

Unter "Badware" fasst die Koalition Programme wie Spyware, Malware und betrügerische Adware zusammen, mit der Unternehmen Online-Verhalten ausspionieren, auf infizierten Rechnern gezielt Werbung platzieren können oder auch Passwörter auskundschaften. Sie geht davon aus, dass 59 Millionen US-Bürger von Spyware oder anderer schädlicher Software betroffen sind. Dagegen soll die als "Neighborhood Watch" konzipierte Kampagne helfen. Neben aktuellen Informationen soll es auf der Website auch Tools zum Download geben, mit denen schädliche Software entfernt werden kann. Zudem sollen die gesammelten Informationen den am Projekt beteiligten Wissenschaftler Erkenntnisse über die Funktionsweise der Programme bringen.

Die neu gebildete Koalition ist nicht die erste, die sich in den USA gegen Spyware richtet. Im Sommer vergangenen Jahres bildeten unter anderem Yahoo, AOL, Earthlink, Lavasoft, McAfee, Microsoft, Safer-Networking und Webroot sowie die Berkeley School of Law und die Canadian Internet Police die Anti-Spyware Coalition. Diese legte vor kurzem Richtlinien zur Spyware-Klassifizierung vor. (anw)