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Google Translate mit verbesserter Offline-Übersetzung

Auch offline nutzt Google Übersetzer-App nun Künstliche Intelligenz. Sie liefert bessere Texte als bislang – praktisch für den nächsten Urlaub.

Google Translate mit verbesserter Offline-Übersetzung

(Bild: Google)

Googles Übersetzer-App Translate übersetzt künftig offline besser als bislang. Die sogenannte "Neural Machine Translation" (NMT) läuft nämlich nun auch direkt auf dem Gerät des Nutzers – besonders praktisch ist das am Strand, im Dschungel, im internetlosen Nirgendwo. Das NMT ist je nach Sprache lediglich zwischen 35 bis 45 MByte groß. Google will in den "kommenden Tagen" insgesamt 59 Sprachen zum Download bereitstellen; zu finden sind die Sprachdateien in den Einstellungen der App. Wer die Offline-Funktion bereits genutzt hat, bekommt in der App einen Hinweis angezeigt.

Google setzt die Neural Machine Translation seit zwei Jahren ein und konnte dadurch die Übersetzungsergebnisse "siginifikant verbessern", erklärt Google in einem Blog-Eintrag. Das System überträgt ganze Sätze auf einmal in eine andere Sprache und nicht Wort für Wort. Der Satz wird dabei in einen größeren Kontext gestellt, um die passende Übersetzung zu finden. Am Ende soll der übersetzte Text so klingen, als hätte ihn eine echte Person aufgeschrieben, inklusive ordentlicher Grammatik. Die NMT vereinfacht dadurch auch die Lektüre von übersetzten Texten.

Bislang übersetzte die Translate-App im Offline-Modus jedes Wort einzeln (links). Nun kommt auch offline eine KI zu Einsatz (Mitte), die ganze Sätze überträgt. Ist die App online, liest sich die Übersetzung aber am besten (rechts).

(Bild: Google )

Bislang hat die App im Offline-Modus eine "Phrase-Based Machine Translation" (PBMT) vollzogen, also quasi jedes Wort einzeln im Wörterbuch nachgeschlagen. Das beste Ergebnis liefert Translate aber weiterhin mit bestehender Internet-Verbindung und seinem Online-NMT – das zeigt Google selbst anhand eines französischen Beispiels (siehe Screenshot). Der größte Konkurrent für Google ist ein Start-up aus Köln: DeepL. Dessen Übersetzung basiert auf Convolutional Networks, die alle Wörter parallel verarbeiten und normalerweise bei der Bilderkennung zum Einsatz kommen. (dbe)

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