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Google: Wir unterstützen Firefox weiter

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Google hat Gerüchte dementiert, der Mozilla-Stiftung mit ihrem Web-Browser Firefox die Unterstützung aufgekündigt zu haben. "Wir können bestätigen, dass wir immer noch einen Vertrag mit Mozilla haben", teilte der Suchmaschinen-Riese am Montag auf Anfrage mit. Zu den finanziellen Details äußerte sich das Unternehmen, das mit Chrome selbst einen Browser anbietet, aber nicht. Die Branchenseite ZDnet hatte berichtet, dass die Zusammenarbeit zwischen Google und Mozilla Ende November ausgelaufen sei und der Stiftung nun eine riesige Finanzierungslücke drohe. Mozilla hat den Bericht nicht kommentiert.

"Wir haben weiter eine wertvolle Partnerschaft mit Mozilla", erklärte Google. So seien zahlreiche Mitarbeiter an der Entwicklung der quelloffenen Firefox-Software beteiligt. Vertragsdetails veröffentliche man aber generell nicht. Mozilla erklärte, mit Google zu verhandeln. Die Stiftung habe Partnerschaften mit mehreren Suchmaschinen-Anbietern – neben Google beispielsweise Bing und Yandex – und sei zuversichtlich, dass diese in Zukunft eine "solide Umsatzquelle" für Mozilla bleiben.

Mozilla kann auch weiterhin auf die Einnahmen aus der Google-Suche zählen

Die Mozilla-Stiftung finanziert sich im Wesentlichen über Partnerschaften mit Suchmaschinen, die in den Browser eingebunden werden. 2010 lag der Umsatz laut dem jüngsten Jahresbericht bei 123 Millionen Dollar – davon steuerte Google rund 84 Prozent bei.

Firefox war lange der einzige relevante Konkurrent des Internet Explorer von Microsoft. Um den Einfluss des Rivalen in Grenzen zu halten, unterstützte Google die Mozilla-Stiftung mit Millionensummen. Seit 2008 bietet das Unternehmen mit Chrome jedoch einen eigenen Browser an. Laut den jüngsten Zahlen des Marktforschers StatCounter hat Chrome den Mozilla Firefox erstmals überholt und kommt weltweit auf knapp 26 Prozent Marktanteil. (jh)

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