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Google ändert Anzeige der Suchergebnisse in der Desktop-Version

Favicon und Ads in bold: Nach der mobilen Version hat Google die Anzeige der Suchergebnisse auf dem Desktop angepasst. Zudem gibt es ein Core-Update.

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(Bild: Google)

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Google ändert die Anzeige der Suchergebnisse in der Desktop-Version. Die Neuerungen entsprechen der Aufbereitung, die schon aus der mobilen Version bekannt ist. Bei bezahlten Ergebnissen erscheint nun über der Hauptzeile die Adresse und davor das Wort Ad in gefetteter Schrift. Seitenbetreiber können ein Favicon festlegen, das dann an selber Stelle erscheint.

Nutzer sollen laut Google so die Ergebnisse leichter überblicken können. Bei Twitter werfen zahlreiche Menschen dem Suchmaschinenriesen vor, es gehe dabei um eine schlechtere Sichtbarkeit der Anzeigen-Kennung und damit um bessere Verdienstmöglichkeiten für Google. Das Wort Ad und die Favicons seien auf die Schnelle schwieriger zu unterscheiden. Zuvor bekamen Anzeigen eine Kennzeichnung in der Adresszeile unter der Überschrift. Ergebnisse aus der organischen Suche hatten kein Symbol.

Die Favicons können Seitenbetreiber implementieren, Google greift sie dann beim Crawlen ab. Unangemessene Bilder, wie verbotene Symbole oder pornografische Inhalte, werden durch ein Standardsymbol ersetzt.

Die Ansicht ist ab sofort geändert. Zudem kündigt Google ein Core-Update des Algorithmus an. Im Tweet verweist das Unternehmen allerdings ausschließlich auf Hinweise für Seitenbetreiber, falls es Auffälligkeiten, wie etwa wegfallender Traffic, gibt. Der genaue Hintergrund bleibt unklar.

Google hatte gerade erst im Dezember den Suchalgorithmus verändert. Dank BERT soll die Suchmaschine Anfragen besser verstehen und beantworten können. BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers) ist eine Technik der maschinellen Verarbeitung von natürlicher Sprache, sie kann Bezüge in Sätzen erkennen.

Wer wegen der neuen Ansicht die Suchmaschine wecheln möchte, findet in unserem Vergleichs-Artikel Alternativen; Suchmaschinen, die mehr Wert auf Privatsphäre legen, und vielleicht sogar schicker sind.

Wegen einer von der EU-Kommission auferlegten Milliardenstrafe müssen Android-Nutzer sich beim Einrichten eines neuen Mobilgeräts künftig zwischen vier Suchmaschinen entscheiden und eine als Standard festlegen. Die Kommission befand, Google hat mit seinem Betriebssystem die marktbeherrschende Stellung seiner eigenen Suchmaschine gefestigt und damit dem Wettbewerb geschadet.

(emw)