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Google ändert Lizenzbedingungen für Android in Europa

Google ändert die Lizenzbedingungen von Android, der Such-App und Chrome für Android innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.

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Android

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Nach der Entscheidung der EU-Kartellbehörden gegen Android ändert Google die Lizenzbedingungen. Hersteller von Telefonen und Tablets dürfen nun auch Geräte vertreiben, die mit Android-Forks ausgeliefert werden, auch wenn sie gleichzeitig Android-Geräte mit Google Apps ausliefern. Das geht aber nur, wenn die Hardware für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bestimmt ist. Die Änderungen werden ab dem 29. Oktober 2018 gültig.

Des Weiteren ändert sich die Lizenz für die Google Mobile Application Suite, kündigte das Unternehmen in einem Blogpost an. Die mussten Hersteller bisher in Verbindung mit Chrome für Android und der Google Such-App integrieren. Das ist nun vorbei. Hersteller können ab sofort auch andere Browser und Suchdienste vorinstallieren, obwohl sie Googles App-Paket beilegen.

Die Suche und Chrome können dann in Zukunft separat lizenziert werden, aber nur gegen Geld. Google hat nach eigener Aussage die Weiterentwicklung von Android mit den Einnahmen über die Suche und durch Chrome querfinanziert. Das will man nun durch Lizenzkosten innerhalb der EU wieder ausgleichen. Android soll weiterhin kostenlos und frei bleiben.

Die Wettbewerbsstrafe in Höhe von vier Milliarden Euro hatte die EU-Kommission im Juli verhängt. Google hatte Anfang Oktober dagegen Widerspruch eingelegt. Mit den Lizenzänderungen will man der EU entgegenkommen, der Widerspruch soll aber bestehen bleiben. (mls)

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