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Google beugt sich angeblich chinesischer Internet-Zensur

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Der Suchmaschinenbetreiber Google unterstütze aktiv die chinesische Internet-Zensur. Das behauptet das US-Unternehmen Dynamic Internet Technology (DIT). DIT-Mitarbeiter hätten entdeckt, dass die chinesische Version der Google-News-Suche Nachrichtenquellen auslässt, die von der chinesischen Obrigkeit gesperrt wurden. Die Suchergebnisse unterscheiden sich danach, ob sie über einen Internetzugang innerhalb Chinas oder einem ausländischen Zugang abgerufen werden.

Google versuchte die Vorwürfe herunterzuspielen: Die chinesische News-Suche erfasse an die 1000 Seiten, der entsprechende deutsche Service nur etwa 700 und der italienische gar nur 250. Doch Zensur ist Zensur. Schon Anfang des Monats hatte "Reporter ohne Grenzen" Google und Yahoo vorgeworfen, sich an der chinesischen Internetzensur zu beteiligen, indem sie nach Meinung der Regierung subversiven Content blockierten. Zuvor hatte China neben vielen anderen ausländischen Websites auch Googles Suchmaschine blockiert. Es gibt Stimmen die meinen, Google wolle nun lieber zensierte Ergebnisse liefern als überhaupt keine. (bb)

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