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Google blockt bestimmte Suchergebnisse in Russland

Nachdem Russlands Medienaufsicht gedroht hatte, hat Google sich offenbar gefügt und damit begonnen, bestimmte Suchergebnisse nicht mehr anzuzeigen.

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Google

(Bild: dpa, Omar Marques/SOPA Images via ZUMA Wire)

Nach langen rechtlichen Auseinandersetzungen hat Google damit begonnen, in Russland bestimmte Suchergebnisse zu blockieren. Das berichtet die Moscow Times unter Berufung auf einen Bericht der Tageszeitung Wedomosti und erklärt, dass Google damit Forderungen der Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor nachkommt. Insgesamt würden rund 70 Prozent der geforderten Seiten nicht mehr als Suchergebnis angezeigt, habe ein nicht genannter Google-Mitarbeiter erklärt. Ein ebenfalls ungenannter Roskomnadsor-Sprecher habe das bestätigt.

Nach Ansicht der Medienaufseher sind alle Suchmaschinen in Russland nach geltendem Recht dazu verpflichtet, einem Register beizutreten, mit dem verhindert werden soll, dass "verbotene Informationen" verbreitet werden. Darunter fallen Webseiten mit Kinderpornografie, Glücksspiel, mit extremistischen Inhalten und "bestimmten politischen Inhalten". Ende 2018 hatte Roskomnadsor-Chef Scharow beklagt, dass Google immer noch Inhalte verlinke, die unter das Register fallen. Das solle mit hohen Geldbußen geahndet werden, hatte er gefordert.

Wie die Moscow Times zusammenfasst, hat die Medienaufsicht nun erklärt, dass Google einen "konstruktiven Dialog" aufgenommen habe. Bislang sei sie damit "voll zufrieden". Google Russland habe die Berichte bislang nicht kommentiert. (mho)

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