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Google bringt Android Apps auf Chrome OS

Für ausgewählte Chromebook-Modelle steht Entwicklern erstmals eine stabile Version von Chrome OS inklusive einer Betaversion des Google Play Store zur Verfügung.

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Google bringt Android Apps auf ChromeOS

(Bild: Google)

Wie zur Google I/O im Mai angekündet, eröffnet die über den Developer Channel verteilte Chrome-OS-Version M53 erstmals die Möglichkeit, Android Apps auch auf Chromebooks einzusetzen. Im ersten Schritt erhalten die Modelle R11 von Acer sowie das Flipbook von Asus via Stable channel 53.0.2785.129 (Platform version: 8530.90.0) Zugriff auf eine Beta-Version des Google Play Store. Zum Fahrplan für die Unterstützung weiterer Chromebook-Modelle hat sich Google noch nicht konkret geäußert – auch nicht im Hinblick auf das Pixel 2, das bislang als einziges Gerät offiziell in der Kompatibilitätsliste für Android Apps unter Chrome OS stand.

Das Unternehmen treibt die Verschmelzung von Android und Chrome OS seit geraumer Zeit voran. Schon 2014 präsentierte Google mit ARC Welder ein Werkzeug, mit dem sich Android Apps auf ARM-Hardware für den Einsatz unter Chrome OS aufbereiten ließen. Einen Verzicht auf Chrome OS zugunsten von Android hatte Google aber immer wieder dementiert. Das aktuelle Android-Framework läuft in einem Linux-Container – sowohl auf ARM-Systemen wie auch der x86-Plattform.

Der vor allem in den USA wachsenden Beliebtheit von Chromebooks dürfte die immer engere Verzahnung von Android und Chrome OS einen weiteren Schub verleihen. Im ersten Quartal 2016 wurden laut Marktforscher IDC in den USA mehr Chromebooks als Macbooks ausgeliefert. Wenn es nach den Vorstellungen von Hiroshi Lockheimer geht, der bei Google sowohl für Android als auch Chrome OS verantwortlich zeichnet, sollen noch bis Ende dieses Jahres alle Chromebook-Nutzer in den Genuss des Play Store kommen – und damit Tausende von Android Apps erstmals auch auf PCs nutzen können. (map)

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