Menü

Google checkt ein

vorlesen Drucken Kommentare lesen 80 Beiträge

Latitude-Freunde werden auf der Google-Maps-Karte per Häkchen als "eingecheckt" angezeigt.

(Bild: heise online)

Das "Einchecken" ist derzeit schwer in Mode – jetzt hat Google seinen Lokalisierungsdienst Latitude um diese Funktion erweitert. Besitzer eines Android-Smartphones können ab sofort einen konkreten Ort nennen, an dem sie sich befinden, etwa ein Restaurant oder ein Büro. Google reagiert damit auf die wachsende Konkurrenz von Ortungsdiensten.

Latitude ist Teil des Kartendienstes Google Maps. Der virtuelle Bewegungsmelder soll es Handynutzern erleichtern, Freunde oder Kollegen in der Umgebung zu finden, etwa für spontane Verabredungen. Zudem kann man den Dienst auch als virtuelles Tagebuch verwenden – auf einer passwortgeschützten Google-Webseite kann sich der Benutzer ansehen, wann er wo gewesen ist (mehr dazu im c't-Artikel "Wo bist'n du?").

Auch im Latitude-Widget sieht man nun auf einen Blick, wer wo "eingecheckt" ist.

(Bild: heise online)

Laut dpa erklärte Google, jeden Monat gäben zehn Millionen Nutzer ihren Standort preis. Google hat bei der Erweiterung von Latitude Anleihen bei der Konkurrenz genommen. Wer regelmäßig an einem Ort eincheckt, kann sich einen besonderen Status als "VIP" oder "Guru" verschaffen – ähnlich wie das Startup Foursquare virtuelle Wimpel vergibt. Auch das Online-Netzwerk Facebook bietet seit November eine Ortsanzeige an und vermarktet darüber seit dieser Woche zudem Gutscheine und Rabatte von Geschäften in der Umgebung des Nutzers. Ob das neue "Eincheck"-Feature in Latitude mit Googles angeblich geplanter Schnäppchen-Plattform "Offers" zu tun hat, ist noch unklar.

Bislang ist die "Check-in"-Funktion nur auf Android-Geräten verfügbar. Nutzer müssen dafür die aktuelle Version der Maps-Applikation herunterladen. Ein Update fürs iPhone werde bald verfügbar sein, erklärte Google. Die Preisgabe von Daten sei bei Latitude freiwillig, betonte der Konzern. Zudem könnten Nutzer einstellen, wer den Standort sehen darf – etwa nur die eigenen Freunde oder alle Internetnutzer. (jkj)