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Google entwickelt Spiele-Hosting-Erweiterung für Kubernetes

Mit dem Projekt Agones arbeitet Google an einem neuen Einsatzgebiet für seine Container-Orchestrierungslösung Kubernetes: Server für Multiplayer-Games. Die Open-Source-Lösung ist noch am Anfang der Entwicklung, Ubisoft der erste Partner.

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Google hält sich bei möglichen Verstößen gegen das Persönlichkeitsrecht für den falschen Ansprechpartner.

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

Agones heißt Googles Vorstoß in die Welt des Onlinespiele-Hostings. Das Projekt erweitert den Container-Orchestrator Kubernetes um das Element "GameServer" und richtet sich an die Entwickler der Spiele. Mit Ubisoft ist bereits der erste namhafte Partner gefunden und in die Entwicklung einbezogen.

Bei der Namensgebung bediente man sich wieder des Altgriechischen. Passend zu "Kubernetes" (Steuermann) wählte Googles Cloud-Abteilung "Agones" (Wettkämpfe) als Namen für das Projekt aus. Es integriert Matchmaking, Betrieb von Server-Instanzen und zusätzlichen Diensten wie Marktplätzen oder Benutzerverwaltungen in einer Kubernetes-Infrastruktur. Verwaltet wird die Umgebung über das Kubernetes-API, zum Beispiel per kubectl.

In einem Blogbeitrag beschreibt Google-Entwickler Mark Mandel, dass Spielehersteller bisher proprietäre Lösungen für ihre Spiele entwickelt haben. Agones und je ein SDK für C++ und Go stehen zusammen mit Beispielen unter der Apache-Lizenz frei zur Verfügung. Interessierte können die Demo mit dem Open-Source-Spiel Xonotic leicht in einer Minikube-Umgebung starten. Noch in Arbeit ist die Funktion "GameServer Fleet", mit der Instanzen schnell automatisch auf ungenutzten Servern starten, wenn die Nachfrage steigt.

Da Ubisoft bereits als Kooperationspartner genannt wird, ist es wahrscheinlich, dass der Hersteller in der Zukunft Container-Images und zugehörige Kubernetes-Definitionen veröffentlicht. Andere Anbieter dürften angesichts des Erfolgs von Kubernetes in der klassischen Server-Welt ebenfalls Interesse zeigen.

Für die Spieler kann das in Zukunft bedeuten, dass sie mit wenig Einrichtungsaufwand in Containern verpackte Game-Server in der Cloud (nicht nur bei Google) oder auf lokalen Maschinen betreiben können. Auch Hosting-Anbieter könnten auf dieser Grundlage neue dynamische Angebote entwickeln. (jam)

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