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Google erkennt Palästina an

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Auf seiner palästinensischen Suchseite hat Google am 1. Mai den Schriftzug "palästinensische Gebiete" in "Palästina" geändert und begibt sich damit überraschend in die internationale Politik. Der Google-Sprecher Nathan Tyler sagte der BBC, dass Google damit Empfehlungen der Vereinten Nationen, der ICANN (Internet Corporation für Assigned Names and Numbers), ISO (Internationale Organisation für Normung) und anderen internationalen Organisationen folgt. Bereits am 29. November 2012 erhielt die Vertretung der PLO den Beobachterstatus als Staat Palästina bei den Vereinten Nationen.

Sabri Saydam, Berater des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas, lobte die Umbenennung als "Schritt in die richtige Richtung." Die israelische Regierung hingegen kritisiert die Aktion. "Diese Änderung wirft Fragen über die Gründe für diese überraschende Beteiligung einer privaten Internet-Firma in der internationalen Politik auf.", erklärte der Sprecher der israelischen Regierung laut einem Bericht der Agence-France-Presse. "Zudem ist Google keine politische oder diplomatische Entität. Dadurch hat eine Benennung durch Google auch keinerlei diplomatische oder politische Signifikanz."

Laut der Nachrichtenseite ArsTechnica gab es bereits in der Vergangenheit politische Verwicklungen durch Google. So gab es Probleme bei der Auszeichnung der Grenzen zwischen Costa Rica und Nicaragua, sowie zwischen Kambodscha und Thailand. (ogo)

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