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Google erklärt Maßnahmen gegen Online-Piraterie

Google geht mit verschiedenen Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen im Netz vor – offenbar mit Erfolg: Weltweit hat die Online-Piraterie nachgelassen.

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Google erklärt Maßnahmen gegen Online-Piraterie

In seinem Bericht "Wie Google Piraterie bekämpft" erklärt das Unternehmen, welche Programme und Techniken es gegen Urheberrechtsverstöße im Netz einsetzt. Durch die Maßnahmen will Google sicherstellen, dass Kreative und Rechteinhaber mit ihren Inhalten weiterhin gutes Geld verdienen. Offenbar ist Google bei der Bekämpfung von Online-Piraterie erfolgreich: Sie nehme weltweit ab, "während die Ausgaben für legale Inhalte über alle Inhaltskategorien zunehmen", erklärt Cédric Manara, Head of Copyright, im Google-Blog. "Wir sind stolz auf den Fortschritt."

Es ist in Googles Interesse, dass die Kreativen Geld mit ihrer Arbeit verdienen – gerade auf YouTube. Im vergangenen Jahr hat Google den Rechteinhabern, die Inhalte auf der Videoplattform hochladen, mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Werbegeldern ausgezahlt. Die Musikindustrie erhielt von Oktober 2017 bis September 2018 mehr als 1,8 Milliarden Dollar.

Die Videos auf YouTube überprüft Google mit "Content ID", einem Tool für das Rechte-Management. Inzwischen nutzen mehr als 9000 Personen und Firmen das System, um ihre Inhalte auf YouTube zu identifizieren und zu verwalten. In die Entwicklung von Content ID hat Google laut eigener Aussage mehr als 100 Millionen US-Dollar investiert, "einschließlich Personal und IT-Ressourcen".

Gut 98 Prozent der Copyright-Ansprüche wurden 2017 über Content ID abgewickelt. Für die betroffenen Nutzer, deren Inhalte widerrechtlich von Dritten hochgeladen wurden, ist das eine bequeme Sache: Dank Content ID müssen sie keine Takedown-Beschwerden versenden. Als Ausgleich bekommen die Betroffenen die Werbegelder, die andere mit ihren Inhalten verdient hätten. Diejenigen Youtuber, die sich widerrechtlich an fremden Inhalten bedient haben, gehen dann leer aus.

In den nächsten Jahren will Google mehr legale Alternativen schaffen – denn Piraterie entstehe auch, weil die legalen Angebote die Nachfrage der Konsumenten nicht ausreichend befriedigen würden. Google betont außerdem, auch falsche Urheberrechtsbeschwerden aufzudecken, die etwa aus politischen Gründen erhoben wurden.

Ein Transparenzbericht informiert über die Anzahl der Anfragen, die Google von Rechteinhabern und Regierungen erhalten hat. Details zu den Strategien, Techniken und Plänen im Kampf gegen die Online-Piraterie enthält der Jahresbericht von Google (PDF-Dokument). (dbe)

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