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Google findet Text, Bilder, Videos und Nachrichten gleichzeitig

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Bisher ergab die Google-Standardsuche nach Stichworten ausschließlich Links auf passende Webseiten-Texte, die in der Reihenfolge ihrer Relevanz gelistet wurden. Die Hatz nach Bildern, Landkarten, Nachrichten oder Videofilmen musste man per Mausklick auf separaten Suchseiten immer wieder neu starten. Ab sofort findet eine Suche nach "Nosferatu" nicht nur Webseiten-Texte über den Vampirfilm von 1923 aus Lexika und Filmarchiven, sondern an dritter Stelle auch den kompletten Film als Streaming-Datei aus Google Video. Wer Googles hauseigenen Videoplayer installiert hat, sieht auch sogleich eine Vorschau auf der Suchseite. Bei Namens- oder Ortssuchen kommen gegebenenfalls Buchauszüge dazu, Straßenkarten, Restaurantführer oder aktuelle Nachrichten. Diese Art der Suchzusammenfassung ist keineswegs neu. Ähnliches wird längst von Ask, Microsoft und Yahoo praktiziert. Auch Google selbst hat damit bereits vor Jahren experimentiert, sich dann aber dagegen entschieden, erklärte Marketing-Managerin Marissa Mayer bei einer Pressevorführung.

Die Vorteile der universellen Suche im Benutzeralltag sind in der Tat nicht gerade überdeutlich. Die bisherige Art der kategorisierten Suche ist weder langsamer, noch ungenauer oder umständlicher als die kombinierte Auswertung. Mayer sagte, Google hätte über rund zwei Jahre etwa 100 Ingenieure damit beschäftigt und beträchtliche Ressourcen in eine neue Infrastruktur investiert, um die neuen Ergebnisseiten zu liefern.

Einen Vorteil für Google hat die universelle Suche jedoch gewiss: Außer Textanzeigen lassen sich um die Suchergebnisse künftig auch geschickt grafische und Videowerbung platzieren. Pläne für eine gezielte Anzeigenvermarktung gibt es laut Mayer jedoch noch keine. (Erich Bonnert) (it)